The Colour of Sound – Abu Dhabi’s new artist challenge

The combination of poetry, music and art is not really a new concept. However, the way it will be tied together for The Colour of Sound, is completely new in Abu Dhabi. I have the honour to take a live painting part in the upcoming inaugural The Colour of Sound event together with artist B’lu. Besides us both fine artists, the entire performance team will consist of four of the best international poets in town and a band assembling a choice of Abu Dhabi’s finest musicians.

And now imagine following: While the poets perform, musicians will play on the spot inspired improvised sounds to the poetry and we artists will paint inspired of the texts and to the music. While poets and musicians will rotate in pairs, each of us artists will work on big canvas, to weave elements of all other contributions together to an artwork mirroring the the entire evening of diverse creativity. To spice it up even more, we will work only with the basic colour set: red, blue, yellow, green, black and white.

The excitement for me as fine artist is the challenge to combine all these different inspirations of poetry and music during that evening. Not knowing what comes next, always the risk to get triggered or to not being able to relate at all. The task to take something out of each performance and bring it on canvas in a way leading to an entire whole piece of art. It will be a true speed painting, given that at the end of the evening the artwork will be declared as finished and can not be altered anymore.

These artworks of B’lu and me will be offered for sale afterwards, so you can be sure we will not “just throwing some paints on canvas”. It will be a demonstration what we artists can do just with our skill set and experience, directly inspired on the spot without any previous preparation, only using a minimum on basic colours. A true challenge, but a very exciting one to take!

The Colour of Sound is presented by EPHX and will take place for the first time on Wednesday 9th November 7pm at Sky Lounge Thirtyone, Gand Millenium Hotel, Al Wahda in Abu Dhabi. It will continue on monthly base with always a new exciting team of performers.

flyer_inaugural

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…natural blog evolution. Why language and content are changing

It’s been more than 3 1/2 years by now since I came to Abu Dhabi. This beautiful young and controverse city turned into my new home and life. Due to that big change the German travel blog I was used to write here has not been updated since a long time. However, my appologies for not deleting the German entries now, since they carry a lot of memories and should stay available for my family and friends from Germany.

A lot happened through the past few years, many new artworks have been created, exhibition and art shows organized, people connected to reach more in a team than alone… Here in UAE and through artist networks on social media I made friends with people from all over the world. On a daily base I communicate and work together with people of very diverse cultural and national backgound.  English as common language to interact became more and more important to me. That’s why I stopped writing here in German in first place and now decided to start with an English art blog to share background stories around my work as an artist. There’ll be some throw backs to early artworks and poetry, as well as about new artworks and projects…

If you find grammar and/or typing mistakes, feel free to let me know. I only can improve my skills, if I know what I made wrong and how to do better 😉

Wish you all a great day,

arsnecopinata

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Ausstellungsalarm!

Bis vor Kurzem konnte ich noch meine komplette Zeit frei einteilen, nun bin ich so beschäftigt, dass ich kaum noch weiss, wo mir der Kopf steht. Malen, malen malen, Organisationstreffen, Materialbeschaffungen… Ein schönes Gefühl. Und es fing wieder einmal alles mit Facebook an.

Vor einer Weile habe ich auf Facebook einen offenen Aufruf einer Architektin und Künstlerin gefunden, die in Abu Dhabi eine “Art Show” plant. Bewerbungsformular verlinkt. Natürlich habe ich mich beworben. Es stellte sich heraus, dass diese Frau sehr viel mehr im Sinn hat, als nur eine Gruppenausstellung zu veranstalten. Eine wirklich lebendige Kunstszene in Abu Dhabi ist derzeit nicht wirklich existent. Also suchte die Frau im Netz und in der realen Stadt nach Künstlern und begann, uns zu vernetzen. Facebook Gruppe, Meetup Gruppe, Emailverteiler, eine eigene Webseite für Arts_AD ist ebenfalls in Arbeit. Dort werden dann sämtliche Veranstaltungen gesammelt und bekannt gegeben (so etwas wie einen zentralen Veranstaltungskalender gibt es nämlich in Abu Dhabi auch noch nicht, meist erfährt man von den interessanten Sachen erst im Nachhinein aus der Zeitung), auch wird es Künstlerprofile von uns geben, auf denen wir unsere Originale zum Verkauf anbieten können. Und natürlich gemeinsame Projekte. Das erste Projekt ist sozusagen das große Hallo zur Entstehung der Gruppe – die Arts_AD Art Show. Dreißig Künstler stellen jeweils eines Ihrer besten Arbeiten aus, zur Eröffnung wird es ein zweistündiges Programm mit Darbietungen aller Art geben. Wir Feiern die pure Existenz von Talent und Kreativität in Abu Dhabi. Am Freitag, dem 14. November steigt die große Party, die Ausstellung selber geht bis zum 28. November. Bis dahin ist noch viel zu organisieren. Von mir wird das Mosaik-Gemälde “Inspire Each Other” dort zu sehen sein.

Zu der Arts_AD Gruppe wird es demnächst noch viele Neuigkeiten geben, denn im Rahmen dieser Grupper werden wir langfristig versuchen, eine lebendige Künstlerszene in Abu Dhabi zu etablieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass echte Kreativität und Kunst nicht zwangsweise von meist längst toten Prominenten kommen muss 😉

Zwei Tage vorher am 5. November ist die Vernissage zu einer anderen Ausstellung, in der deutlich mehr Bilder von mir mit von der Partie sind. Dieses Projekt hat ebenfalls auf Facebook begonnen. Eine Künstlerin spanisch-cubanischer Herkunft fand dort mein Portfolio. Sie schrieb mich an, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zusammen auszustellen. Unsere Bilder würden sicher gut zusammen wirken. Ich schaute mir ihr Portfolio an und kam zu dem selben Schluss. Also verabredeten wir uns kurzer Hand zum kennen lernen auf einen Kaffee und besprachen die Idee. Es stellte sich heraus, dass die Frau hier in der Stadt zwölf Jahre lang als Event Manager gearbeitet hat und somit über gute Kontakte verfügt. Also überließ ich ihr die Suche nach einem passenden Ort, ich würde mich mit meinem Mann um Design und Beschaffung von Aufstellwänden kümmern. Ja genau – Aufstellwände. Hier muss man selbst in Galerien für gewöhnlich seine eigenen Aufstellmöglichkeiten mitbringen und meist sogar noch Miete für die Räume zahlen, egal wie öffentlich sie sind (z.B. Shopping Malls). Gesagt getan. …Lass eine Event Managerin etwas planen… Innerhalb von drei Tage wurde das Projekt immer größer. Jetzt sind wir vier bis fünf Künstlerinnen, bekommen den großen Verbindungsgang zwischen Mall und Souk im World Trade Center kostenlos, haben eine Wohltätigkeitsorganisation mit im Boot (20 Prozent unserer Verkäufe werden der Organisation gespendet, dafür stellen sie Freiwillige zur Aufsicht) und jede Menge Presseöffentlichkeit. Die Ausstelling wird bis zum 20. November gehen und im Dezember soll noch eine zweite an einem anderen Ort folgen. Soviel dazu.

Jetzt bereite ich mich quasi in kurzer Zeit auf drei Ausstellungen in Abu Dhabi vor, nachdem gerade eine (ohne meine persönliche Anwesenheit allerdings) in Milton Keynes, UK zu Ende gegangen ist. Was ein Einstand in meiner neuen Wahlheimat!

Wie Ihr seht, ne Menge zu tun. Sobald sich alles etwas beruhigt, gibt es viele Bilder und natürlich ausführliche Berichte von den einzelnen Veranstaltungen!

CHEERS!

avatarK

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DIE Herausforderung – Was fürs Kind…

Es fing an mit der großen Frage, was man denn sinnvolles einem zweijährigen Kind schenken könne. Nicht irgendeinem Kind, sondern dem Kind zweier meiner besten Freunde. Ich hatte längst beschlossen, den kleinen Mann mit selbst geschriebenen und illustrierten Geschichten zu versorgen durch die Jahre seiner Kindheit, aber das wollte ich erst starten, wenn er drei Jahre alt ist. Also fasste ich den Entschluss, bereits jetzt die Charaktere zu entwerfen und diese sich ihm in Form eines Würfelpuzzles vorstellen zu lassen.

Sechs Seiten hat ein Würfel, sechs Bilder kann ich also unterbringen. Ich entschied mich für fünf Charaktere und ein “Gruppenfoto”. Das ausdenken der Charaktere war eine riesen Herausforderung für mich. Sie mussten sozusagen Kleinkind kompatibel und leicht zu erfassen sein, trotzdem genug Potenzial haben, um mit dem Kind später “mit zu wachsen”. Außerdem wollte ich sie so unterschiedlich wie möglich gestalten, sozusagen ein unausgesprochenes Statement für Toleranz und Akzeptanz. Und das kam dabei heraus:

WP_Moeller

Und hier die einzelnen Charaktere:

alfredsmallAlfred ist die zentrale Person in der Gruppe. Er ist derjenige, der alle zusammen hält, die allgemeine Richtung vorgibt. Ein lustiger und schlauer Bursche mit vielen verrückten Ideen, die nur all zu oft mit seinen Vorhaben alle zusammen in Schwierigkeiten bringen kann. Allerdings ist er auch gut darin, sich und seine Gefährten mit deren Hilfe wieder aus dem Schlamassel heraus zu bekommen. Alles in allem ist er die treibende Kraft der Gruppe.

 

 

kastaniettismallKastanietti ist sozusagen der intelligente Nerd der Gruppe. Der Erfinder, Bastler, Tüftler, und vor allem Denker. Es ist nicht sein Ding an ziel- und/oder sinnlosen Unterhaltungen teil zu nehmen. Wenn es aber darum geht zu erklären, wie und warum etwas funktioniert, kann er sich richtig in Rage reden. Sonst ist er eher der jenige mit den trockenen Einwürfen am Rande. Oft einfach nur genervt vom bunten und lauten Treiben der anderen um sich herum, wodurch er manchmal sehr mufflig wirkt. Diese Muffligkeit kann allerdings in überschwängliche Freude und Aufregung umschlagen, sobald zum Beispiel ein Problem gelöst ist oder etwas neues gebaut, was endlich funtioniert, wie es soll.

cloudiasmallCloudia ist so ein richtig typisches Mädchen. Ihre Stimmung ist wechselhaft wie das deutsche Wetter und sie ist sehr nahe am Wasser gebaut. Im ersten Moment lacht sich sich noch halb kaputt, im nächsten heult sie ganze Sturzbäche. Vernarrt in Klimmbimm und Dekoration liebt sie es geradezu alles und jeden zu “verschönern”. Vor allem Sneaky, die nicht gerade von Cloudias Versuchen begeistert ist sie selbst etwas mehr “mädchenhaft” erscheinen zu lassen. Cloudia liebt es auch in eine sanften Briese zu hängen und zu entspannen, auch wenn sie dabei einfach nicht aufhören kann, zu quasseln. Meist über Dinge, die keinen interessieren.

 

sneakysmallSneaky ist eigentlich eine Rennschnecke. Und zwar eine super schnelle welche. Und hyperaktiv. Sie ist sehr gewitzt und schafft es immer wieder, alle zum Lachen zu bringen. In den unerwartetsten Momenten kommen Witze von ihr. Manchmal scheint es, sie nähme einfach nichts wirklich ernst genug. Eins ihrer liebsten Beschäftigungen ist es, Cloudia zu ärgern. Generell stichelt sie liebend gerne gegen andere, trietzt alle um sie herum nur zu gerne. Manchmal schießt sie dabei übers Ziel hinaus.  Wenn es aber wirklich hart auf hart kommt, kann sie geradezu zur Kampfschnecke werden und für ihre Freunde einstehen. …Und sie ist Meister darin, ein ach so süßes Gesicht zu machen, sodass ihr niemand lange böse sein kann, wenn sie mal wieder übers Ziel hinaus geschossen ist.

flubbersmallFlubber ist ein sehr gutmütiges Kerlchen. Er ist ein bischen langsam in allem, vor allem im Kopf, aber ein herzensguter welcher. Und vor allem geduldig wie ein Stein. Er ist für gewöhnlich derjenige, der Cloudia wieder beruhigt, wenn sie eine ihrer häufigen Heulattacken hat. Abgesehen davon ist er eher recht passiv, einfach nur zufrieden mit dabei zu sein. Was die anderen machen, warum und wieso, ist ihm recht gleichgültig. Flubber reicht es schlicht mit von der Partie zu sein. Wenn er mal was sagt, ist es meisten eine verspätete Antwort auf eine Frage, die häufig bereits wieder vergessen wurde. Das macht aber alles nichts. Diesen gutmütigen Kerl haben alle zum knuddeln gerne, Flubber hat einfach diese Wirkung auf andere. Er ist sozusagen der Ruhepol der Gruppe.

So, damit hätten wir alle komplett. Jetzt muss ich mir nur noch jedes Jahr ein verrücktes Abenteuer ausdenken, was die fünf zusammen erleben. Ich freu mich schon drauf 🙂 Ist auf jeden Fall mal etwas anderes. Naja, und das schwierigste von allem habe ich ja jetzt geschafft. Die fünf Freunde haben Existenz angenommen 😉

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Energie sparen? – Government hilft!

Wie Ihr Euch alle sicherlich vorstellen könnt, ist der durchschnittliche Verbrauch von Strom und Wasser im wunderschönen Wüstenland sehr hoch. Da die Leute hier im Laufe der letzten 30 Jahre sozusagen Hals über Kopf in den Wohlstand gestolpert sind, fehlt ihnen das uns Deutschen ins Mark eingegangene Gefühl für das Sparen. Klimaanlagen, die die Häuser konsequent auf Kühlschrank Niveau bringen, sowie der Luxus des ewig aus der Leitung sprudelnden Wassers, mit dem auch große Gartenanlagen zweimal täglich gewässert werden.

Mittlerweile merken hier mehr und mehr Leute, wie schnell sich die Energiekosten hier vervielfachen. Außerdem gibt es mehr und mehr Kampagnen für Umweltbewusstsein und Resourcen sparen. Jeder kann seinen eigenen “grünen” Beitrag leisten. Im Radio laufen gerade Spots, in denen sich Kinder gegenseiteig vorschwärmen, wie und warum ihre Eltern jeweils so “cool” sind. Sie enden für gewöhnlich mit Aussagen wie: “Meine Mutter schaltet die Waschmaschine erst an, wenn die Trommel voll ist” und “Mein Vater dreht während dem Zähneputzen den Wasserhahn zu”.

Wie aber kann man das Bewusstsein der Leute am besten schärfen, wenn es um den alltäglichen Energieverbrauch geht? Am ehesten erreicht man die Leute, wenn es ums Geld geht. Die meisten hier rechnen nicht gerne oder gut (unabhängig von der Herkunft), auch bekommt man hier keine monatlichen Rechnungen von den hiesigen “Stadtwerken”. Die Kosten laufen auf und man zahlt einfach, wann es einem passt. Sollte der Zeitraum zu lang werden, bekommt man eine Erinnerung. Daher haben die Leute für gewöhnlich keine Vergleichswerte. Zumindest was den Stromverbrauch betrifft, gibt es da jetzt eine elegante Lösung. In Form eines Geschenkes vom Government.

Gestern mittag klingelte es und ein netter Herr von unserem Energieversorger stand vor der Tür. Er brachte ein Gerät vorbei, das den Stromverbrauch genauestens überwachen kann. Diese Geräte werden vom Government finanziert, den Mietern entstehen dabei keine weiteren Kosten. powermonitoringAußerdem sind die Geräte wohnungs- bzw. hausgebunden. Wenn ich jetzt also dieses knuffige kleine Gerät in unserem Erdgeschoß and eine Steckdose hänge, gleicht es sich sofort mit dem Stromzähler und unserem Konto bei den “Stadtwerken” ab. Es zeigt mir genau den momentanen Verbrauch an sowie sämtliche Verbrauchsstatistiken über den Tag, die Woche, den letzten Monat. Das grüne Licht bedeutet, wir sind im optimalen sparsamen Bereich unter 4 Kilowatt Stunden. Orange geht bis 8 Kilowatt Stunden, Rot ist dann alles oberhalb von 8 Kilowatt. Außerdem kann mir das Gerät neben dem Verbrauch auch noch ganz genau anzeigen, wieviel uns das kostet. Die Energiekosten sind hier weit niedriger als in Deutschland, interessant ist das Ganze aber trotzdem. Jetzt können wir zum Beispiel genau herausfinden, wieviel zusätzliche Energie die Klimaanlage im Sommer verbraucht.

Da gerade die Mittelstandsfamilien mit Kindern mehr und mehr mit dem Geld rechnen müssen (steigende Mieten, steigende Schulgebühren etc.), kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Gerät für viele äußerst hilfreich sein wird. Gerade auch wenn es darum geht, ein besseres Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch zu entwickeln. Die Aktion vom Government, die Geräte kostenfrei an die Haushalte zu verteilen, finde ich absolut stark. Theoretisch könnte das Gerät sogar den Wasserverbrauch mit überwachen, aber das ist bisher noch nicht von der Versorgerseite vorbereitet.

Frisch angeklemmt konnte mir das Gerät bereits die detaillierte Statistik des letzten Monats anzeigen. Ich konnte ziemlich genau ablesen, wann ich zum Beispiel Hausputztag hatte (dank eines Monsters namens Nassstaubsauger), auch war gut abzulesen, dass wir uns am Wochenende mehr Zeit für längere Kochaktionen nehmen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Gerät vielen Familien hier hilft, stückchenweise ihren eigenen Verbrauch zu reduzieren, weil man ja immer die Vergleichswerte hat und sich das Ganze auch in direkten Kosten anzeigen lassen kann. Man sieht sozusagen sofort, wieviel Geld man einspart, wenn man die Klimaanlage nicht dazu benutzt, einem Kühlhaus Konkurrenz zu machen 😉

Gelungene Aktion! Was meint Ihr dazu?

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Ausstellung im Königreich – wie es dazu kam

Die Facebook Nutzer unter Euch werden sicher schon mitbekommen haben, dass ich das Glück habe, drei meiner Werke in der Herbstausstellung von Arts Central beisteuern zu können. Arts Central ist die Hauptschnittstelle von Arts Gateway MK, einem Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Künstler aus Milton Keynes und dem britischem Raum zu vernetzen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und gemeinsame Projekte zu fördern. Wie kommt es also, dass gerade ich – eine Deutsche, die in Abu Dhabi lebt – dort in einer Ausstellung mit vertreten bin? Hier eine verrückte Geschichte, bei der nicht nur das Thema der Ausstellung (coNEcTWORK) etwas mit Netzwerken zu tun hat…

Ich habe Anfang Januar hier in einem Beitrag beschrieben, wie über das soziale Netzwerk Facebook die Betreiber eines sozialen Netzwerkes für Künstler – artradio.tv – auf mich aufmerksam wurden und mich einluden, ein Teil ihrer virtuellen Gemeinschaft zu werden. Ich bin im Juni/Juli innerhalb von vier Wochen zweimal mit dem “Best Art Of The Day” Award von artradio.tv ausgezeichnet worden. Kurz nach dem zweiten Award bekam ich von einem der Netzwerkbetreiber eine Email mit einem Aufruf von Arts Central an deren eigene Künstlergemeinschaft, bei Interesse am Thema “coNEcTWORK“, einer geplanten Gemeinschaftsausstellung, ihre Werke zu präsentieren. Das grobe Rahmenthema bezieht sich auf Vernetzung und Beziehungen im allgemeinen und im besonderen in Bezug auf die Möglichkeiten unserer modernen Zeit. Das wäre doch etwas für mich, meinte der Netzwerkbetreiber. Er bezog sich auf die zwei mit den Awards ausgezeichneten Bilder.

Ich sah mir also den Aufruf von Arts Central genauer an. Bei bestehendem Interesse sollte man das Anmeldeformular per Email anfordern, die Beschreibung von bis zu fünf Werken maximal hinzufügen sowie ein Statement darüber. Fotos der Werke mit anhängen, dass die Kuratorin entscheiden kann, ob die Werke genommen werden. Das Ganze sollte dann bis zu einem bestimmten Tag abgeschickt sein, an einem anderen Tag sollte man dann seine Werke direkt dort vorbei bringen und den Teilnehmerbeitrag von 5 britischen Pfund bezahlen. Von Abu Dhabi aus würde das nur schwer funktionieren. Ich war bereits kurz davor, das Ganze ad acta zu legen.

Aus irgendeinem Grund aber entschied ich mich, doch eine Email zu schicken. Ich erklärte darin, wer ich bin, was ich mache, wie ich überhaupt an diesen Aufruf gekommen bin. Ich fragte, ob es überhaupt Sinn machen würde, mein Glück mit dem Einreichen meiner Sachen zu versuchen. Immerhin würde es eine Menge Aufwand bedeuten wegen der kleinen Gebühr (mal Auslandsüberweisungen zwischen EU und Arabien versucht?) und dem hin und herschicken von Bildern. Ausserdem sind die Bilder, um die es geht, im Original sehr klein, eigentlich für größere Posterabzüge gedacht. Zwei waren bereits fertig, eines in Arbeit, also habe ich einfach mal die Links zu den beiden Award Gewinnern mit angefügt, damit Kuratorin überhaupt eine Ahnung bekommt, um was es sich handelt. Zu dem Zeitpunkt habe ich eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich irgendeine Chance hätte, wirklich in die Ausstellung zu kommen. Insgeheim hoffte ich eigentlich nur auf eine Rückmeldung über meine Bilder.

Ein paar Tage später bekam ich eine Antwort von der Kuratorin. Sie machte mir einen Vorschlag.  Ich könne ganz normal mein Anmeldeformular ausfüllen und könne meine Bilder als qualitativ hochwertige Druck Files senden. Sie könnte dann die Bilder direkt vor Ort drucken lassen und mir danach einfach die Druckkosten zusammen mit der Teilnahmegebühr in Rechnung stellen.

Ich konnte es kaum fassen. Sie hat mir nicht nur eine Möglichkeit eröffnet, von hier aus im britischen Königreich auszustellen, sie würde mir sogar sämtliche logistischen Probleme und teure Expressportokosten ersparen damit! Ich war absolut sprachlos.

Naja. Der Rest war dann einfach nur noch fertig arbeiten. Das dritte Bild, jede Menge Ärger, um gute Scans von den Bildern zu bekommen, mein Statement für eine Begleitbrochüre zur Ausstellung verfassen – natürlich auf English (zum Glück habe ich eine kanadische Freundin, die Lehrerin ist, sie hat mein Geschreibsel in eine professionelle Form gebracht) – dann alles abschicken. Es gibt auch schon eine Webseite zur Ausstellung, auf der unter andem die teilnehmenden Künstler vorgestellt werden und die Werke ebenfalls.

Wer von Euch also Lust hat, zwischen dem 3. und 26. September mal einen Kurztrip nach England einzulegen, Milton Keynes ist nur ein kleines Stück nördlich von Londen. Außerdem wird es auch einen “Visitors Choice Award” geben, bei dem Ihr abstimmen könnt, ob meine Bilder dort etwas taugen 😉

Ich für meinen Teil bis erst einmal wahnsinnig aufgeregt und glücklich, dass sich für mich nach der jahrelangen gesundheitlich bedingten Schaffenspause auf einmal eine solche Möglichkeit bietet. Toller Wiedereinstieg! Gleich ein Stockwerk höher als zuvor – diesmal eine echte Kunstgallerie und keine Banken oder Forstämter 😉

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“Best Art of the Day” – zweimal innerhalb von vier Wochen! Danke artradio.tv!

Am 10. Juni habe ich von artradio.tv eine Auszeichnung für meine “Social Networks” Zeichnung bekommen – den “Best Art of the Day” Award. Artradio.tv teilte den Artikel darüber auch auf Facebook, wo innerhalb von 24 Stunden über 1000 Leute den “Gefällt mir” Knopf drückten. Das war einfach riesig! Die Kritik, die Jon Moxley von artradio.tv dazu geschrieben hat, hat mich ebenfalls vom Hocker gehauen.

Als ich gestern nach über dreiwöchiger Internetabstinenz endlich wieder online gehen konnte und meine ganzen Nachrichten durchgesehen habe, traute ich meinen Augen kaum. Ich habe am 3. Juli mit meiner neuesten Zeichnung “Create Your Life, Don’t Dream It” zum zweiten mal den “Best Art of the Day” Award bekommen! Unter der Überschrift “The Tree of Life” hat Jon Moxley eine sehr gute allgemeine Interpretation meines Werkes gegeben, in das ich sehr persönliche Dinge eingearbeitet habe, die der Betrachter nicht wissen kann, wenn er mich nicht sehr gut kennt.

Gleich zweimal in vier Wochen diese Auszeichnung zu bekommen, macht mich sprachlos. Die Künstlercommunity bai artradio.tv ist nicht gerade klein, ständig werden neue Werke dort hochgeladen. Durch die Verbreitung der Awards in den sozialen Netzwerken werden meine Bilder einer riesigen Menge an unterschiedlichsten Leuten zugänglich gemacht! Vielleicht bleibt bei dem ein oder anderen auch mein verrücktes lateinisches Pseudonym zusammen mit Stil und Inhalt meiner Bilder hängen. Besser kann man es sich nicht wünschen! An dieser Stelle noch einmal ein herzliches DANKE and Jon Moxley und die Crew von artradio.tv!

Die Artikel zum “Best Art of the Day” Award sind auch in meiner kleinen Presseabteilung auf dieser Seite zu finden.

Und weil es so schön war, hier noch einmal beide betreffenden Bilder zusammen:

Das nächste in der stilistischen Reihe ist bereits in Arbeit.

Es ist schon interessant, was aus dieser anfänglichen Notlösung geworden ist. Die Zeit im Hotel zog und zog sich hin. Ich wollte unbedingt weiter malen, aber die Leinwände und Farben und alles nahmen schlicht zuviel Platz ein auf Dauer. Auch musste ich bedenken, dass zwischendurch noch einmal all unsere Sachen irgendwo zwischengelagert werden mussten, während wir in Deutschland auf das neue Visum meines Mannes warteten. Desweiteren war ich neugierig, was so viele Künstler an den Ballpens so toll finden. Ich wollte mal eine neue Technik ausprobieren. Ein Skizzenblock und Bleistift mit Ballpen sind Platz sparend, auch kann man sich ewig an einem Bild an den Details aufhalten, was es zu einer perfekten Lösung im Hotel machte. Herausgekommen dabei ist eine ganz neue Stilreihe. Ich habe etwas neues entdeckt und für mich gefunden, was ich auch gerne weiter verfolgen werde. Und schon Erfolg damit.

Selbstverständlich werde ich mich niemals auf nur eine Sache beschränken, zumal diese Woche meine lang ersehnten Arbeitszimmermöbel geliefert werden. Dann kann ich endlich wieder an die Leinwände und mit Farben, Sand und was sich sonst noch so alles finden lässt rumwerkeln!

Auf die Farben – Fertig – Los!

avatarK

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Zu Hause!

Vor vier Wochen ging es um die Wurst. Unser Geldtransfer für die Jahresmiete dauerte ein paar Tage, sodass uns die nächste Villa durch die Lappen ging. Unser Vermittler hat sich mächtig ins Zeug gelegt für uns, um schnellen Ersatz zu finden. Kurz bevor das Geld endlich ankam, bekamen wir die gute Nachricht, es sei wieder ein günstiges Objekt für uns zu haben. Diesmal in dem von uns ohnehin bevorzugten Arabian Village. Das bekamen wir dann auch.

Geld- und Schlüsselübergabe fanden exakt vor vier Wochen statt. Wir hatten das Glück, den Eigentümer kennen zu lernen. Ein sehr netter indischer Familienvater, dessen Arbeit ihn mit seiner Familie erst kürzlich nach Dubai verschlagen hat. Anfänglich wirkte er etwas unsicher uns gegenüber, entschuldigte sich mehrfach dafür, dass das Haus nicht “Upper Class” sondern “nur Middle Class” sei. Mittelklasse bedeutet hier genau das gleiche wie in Deutschland. Nur so zum Vergleich. Für uns war es sofort großartig. Das zurückhaltende Verhalten unseres Eigentümers uns gegenüber ließ schnell den Schluß zu, dass er als Inder mit Leuten aus der westlichen Welt Erfahrung gemacht zu haben schien, die gewisse Komplexe auslösen. Das ist hier nichts neues, Vorurteile gibt es zu Hauf. Während wir zusammen saßen und die Feinheiten besprachen, fragte er mich, was ich denn so arbeite. Ich sagte ihm, ich würde malen. Versuchen, mir hier als Künstler etwas aufzubauen. Interessanter Weise brach das sofort das interkulturelle Eis. Er erzählte uns von seiner Frau und Tochter, die beide an Kunstworkshops teinehmen und dass seine Tochter Künstler vergöttere. Wir haben uns noch eine ganze Weile über alles mögliche unterhalten, insgesamt einen guten Draht zueinander entwickelt. Es ist verflucht viel wert hier, wenn man sich gut mit dem Wohnungseigentümer versteht. Wenn alles soweit fertig ist im Haus und unsere Umzugslieferung da ist, dann laden wir die Familie mal zum Grillen ein. Gemeinsames Grillen ist hier überall eine Institution.

Wir hatten es also geschafft, innerhalb eines Monats alles zu klären. Pünktlich nach 30 Tagen Hotel zogen wir in unser neues zu Hause. Der Eigentümer hat die Gartenmöbel hier gelassen, daher  hatten wir einen Tisch, vier Stühle und eine Hollywoodschaukel. Das nahm uns das erste Problem ab. Die Lieferzeiten für Möbel. Unsere neue Esstischgarnitur sollte erst eine Woche später kommen. Als Bett wollten wir zur Überbrückung eine Luftmatratze nehmen, fanden dann aber ein Luftsofa, dass sich als riesiges Doppelbett ausklappen ließ. Auf dem schliefen wir dann auch über zwei Wochen, bis unser Schlafzimmer geliefert wurde. Die Küche war bereits möbliert, lediglich die Großgeräte fehlten. Bei denen war die Lieferzeit sehr kurz, daher hatten wir Kühlschrank und Waschmaschine von Beginn an, der Geschirrspüler kam ebenfalls recht schnell. Dem Geschirrspüler habe ich nur so schnell zugestimmt, weil unsere Spüle keinen Stöpsel hat und wir bis jetzt auch noch keinen passenden gefunden haben…

Hier Möbel aussuchen ist schon etwas ganz besonderes. In den arabischen Möbelhäusern gibt es wunderbare Möbelstücke zu sehr günstigen Preisen, solange man den Platz dafür hat und etwas nicht ganz so Pompöses finden kann. Ikea ist preislich hier nicht anders als in Deutschland, also hat man für höhere Preise schlechtere Qualität. Wenn man aber Lampen haben möchte, die keine Kronleuchter oder bunte Stimmungslaternen sind, oder aber auch nur funktionelle Sachen wie Regale, dann kommt man um Ikea nicht herum. Oder aber einen Herd mit Induktionskochfeld, der nicht Übergröße hat, sondern den normalen Einzelgeräten entspricht. Der Herd kommt in zwei Wochen im Standard 60x60cm Einbauschrank. Bis dahin kochen wir auf einem separaten Zweier-Induktionsfeld. Außer dem Herd erwarte ich jetzt noch meine heiß ersehnte Arbeitszimmereinrichtung. Die kommt im Laufe der Woche Stück für Stück ins Haus. Die ersten Bilder sind auch schon an den Wänden. So langsam wird es!

Was bis jetzt noch nicht geklappt hat, ist das Internet. Vor fast vier Wochen beantragt wurde uns gesagt, es dauere ca. 3 bis 5 Tage, bis ein Techniker anruft und vorbei kommt. Wohl eher Wochen. Was uns keiner sagte, der lokale Anbieter hat vor kurzem alle seine Techniker entlassen und diesen Bereich einer anderen Firma übertragen. Seitdem läuft nichts mehr. Nachdem wir das jetzt nach unzähligen Beschwerdeanrufen herausgefunden hatten, haben wir uns dann doch entschieden, mein Handy mit einem entsprechenden Datenpacket auszustatten, dass wir es vorerst als Modem benutzen können. Immerhin sind wir schon in der zweiten Hälfte vom Ramadan, dem islamischen heiligen Fastenmonat, da passiert ohnehin nicht mehr viel. Uns so können wir wenigstens wieder mit der Welt kommunizieren.

Die internetlose Zeit haben wir auf jeden Fall gut genutzt. Es sieht schon sehr wohnlich aus hier, auch wenn uns noch jede Menge leere und halbleere Regale/Schrankteile angähnen, die auf unsere Umzugslieferung warten. Wann die bei uns eintrifft, erfahren wir irgendwann in der nächsten Zeit. Abgeholt in Deutschland werden unsere Sachen diese Woche, wurde uns versichert. Wir sind gespannt.

Wir hatten innerhalb der letzten drei Wochen gut Zeit, uns hier einzuleben. In unserer Reihenhaussiedlung gibt es einen Minisupermarkt und ein sogenanntes Clubareal, was einen Tennisplatz, ein Fitness-Studio und ein Swimmingpoolareal umfasst. Die Nutzung ist quasi in der Miete mit enthalten. Wie scheinbar auch die Tageszeitung, die jeden Morgen vor der Türe liegt. Das komplette Gulf News Packet. Da das Leitungswasser wie fast überall auf der Welt kein Trinkwasser ist, funktioniert die Hauptversorgung mit Trinkwasser hier etwas anders, wenn man es bestellt. Der für uns zuständige Trinkwasserlieferant hat uns einen Wasserspender, zwei dafür vorgesehe 5 Galonen Wasserbottiche (ca. 19 Liter) und ein Gutscheinheft verkauft. Wenn die Wasserbehälter alle sind, stellt man sie früh am morgen einfach direkt vor die Tür und klemmt die Anzahl Gutscheine hinein, für die man Nachschub haben möchte. Kurz darauf kommt jemand vorbei und tauscht aus. Sind die Gutscheine alle, legt man das Geld für ein neues Heftchen mit dazu. In Deutschland undenkbar, hier enorm praktisch. Und kein Wasserflaschenschleppen mehr, auch viel weniger Müll.

Wenn man hier hinter dem Haus im Garten sitzt oder durch die Siedlung spaziert, könnte man glatt vergessen, dass man sich mitten in der Wüste befindet. Alles ist begrünt, viele Bäume und bunt blühende Pflanzen überall. Die Außenanlagen sind top gepflegt. Eine Menge Singvögel und Sittiche spektakeln herum, von dem Flughafen genau nebenan bekommt man aufgrund des physikalischen Verhaltens von Schallwellen in Zusammenhang mit Flugzeughöhe/-richtung kaum etwas mit. Die Moschee in der Nähe gibt durch die Gebetsrufe angenehme Hintergrundstimmung und eine gute Tagesstrukturierung vor. Gerade im Moment während des Ramadan ist es gut, wenn man abends den Muezzin rufen hört, damit man genau weiß, wann Sonnenuntergang ist und Trinken, Essen und Rauchen in der Öffentlichkeit wieder gestattet sind. Es ist eine friedliche Gegend. Ein angenehmes Wohnklima. Unsere Spanische Nachbarfamilie haben wir auch schon kennen gelernt, sehr nette und hilfsbereite Menschen. Wir fühlen uns wohl hier. Endlich wieder ein schönes zu Hause zu haben, ist etwas wundervolles. Und dass es schön ist, dafür haben wir gesorgt!

In diesem Sinne noch einen schönen Tag!

avatarK

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Nicht untätig geblieben – neues von der Kunstfront

Knapp drei Wochen sind wir jetzt wieder in Abu Dhabi, und trotz dass wir noch im Hotel aus dem Koffer leben, bin ich nicht gänzlich untätig geblieben. Neben all der Wohnungssuche und Organisiererei habe ich nicht nur wieder gezeichnet, sondern auch einige Erfolge in den sozialen Netzwerken zu verbuchen. Langsam ebnet sich mir der Weg Stück für Stück, den einen oder anderen Erfolg mit meiner künstlerischen Arbeit erzielen zu können.

Neu bei DeviantArt

Es gibt direkt Künstlerportale im Netz, bei denen sich Künstler aller Art nicht nur ein Profil zum Zeigen ihrer Arbeiten anlegen können. Diese Portale bieten auch an, dass Kunstbegeisterte die Bilder ihrer Wahl dort als Druck bestellen können. So auch DeviantArt, eines der weltweit größten Künstlerportale dieser Art. Für uns Kunstschaffende ist das natürlich eine sehr gute Sache. Wir müssen lediglich unsere Werke in guter Druckqualität dort unterbringen, das Portal übernimmt dann den Rest von der Bestellung über den Druck bis zum Versand. Da ich auch vorhabe, demnächst (so ab Ende Juli diesen Jahres) einen Teil meiner Bilder als Drucke zugänglich zu machen, habe ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, mir ebenfalls ein Profil auf DeviantArt anzulegen. Es dauerte keine Woche, und ein renomierter Künstler aus den USA, Preston van Boyd, der bereits durch Facebook auf mich aufmerksam geworden ist, teilte meine besten Stücke in Gruppen, in denen hochtalentierte neue Künstler eingeführt bzw. “entdeckt” werden. Ein anderer Kunstliebhaber, Liepo Seis, hat es sich auf DeviantArt zum Auftrag gemacht, ebenfalls neue Talente zu suchen und zu fördern, indem er sie publik macht. Auch er ist gleich zu Beginn auf mich aufmerksam geworden und unterstützt mich sehr durch Bekanntmachen meiner Bilder. Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, wie irre ich das finde! Wenn ich von anderen Künstern sehr positive Rückmeldungen bekomme, deren eigene Werke mich schier staunen lassen, dann weiß ich irgendwie, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Auf jeden Fall wird es bald die Möglichkeit geben, meine Bilder für das eigene zu Hause bestellen zu können 🙂

Arts, Artists, Artwork – ein zweites Mal durchs Netz gestreut

Social Networks

Social Networks

Ein weiterer Erfolg der letzten Woche war, dass Arts, Artists, Artwork (eine riesengroße Kunstgruppe auf Facebook, die sehr selektiv aussucht, was sie teilt) bereits zum zweiten Mal eines meiner Bilder veröffentlich hat. Passender Weise das “Social Networks” Bild. Die Rückmeldungen waren unglaublich! Auch wenn die sozialen Netzwerke manches mal eher Fluch als Segen sind, für mich als Künstler sind sie eine wunderbare Möglichkeit, meine Arbeiten einer großen Anzahl an Leuten vorzustellen und wichtige Kontakte zu knüpfen. An dieser Stelle nocheinmal ein herzliches Danke an die Betreiber von Arts, Artists, Artwork, die sich täglich durch eine Unmenge an Zusendungen kämpfen und entscheiden, was sie davon mit einer bis zu 946.000 Leute umfassenden Gemeinschaft teilen. Dass ich im Laufe des letzten halben Jahres bereits zweimal das Glück hatte, zu den Erlesenen zu gehören, obwohl ich nicht zu den regulären Geldspendern gehöre, hat mich in meinem Schaffen bestärkt.

Neue Zeichnung auf Wunsch – ein Original bald auch in Argentinien

Thursday Night Fever

Thursday Night Fever

Jeden Donnerstag Abend feiern wir den Start in das arabische Wochenende in unserem Lieblingspub, der Tavern. Im Laufe der letzten anderthalb Jahre erfreuen wir uns jetzt bereits an der dritten Zweimannband, dem Chavela Duo aus Argentinien. Vertraglich geregelt sind immer bekannte Rock und Pop Songs. Das Chavela Duo wurde uns bereits von der vorherigen Band (Rain Duo) ans Herz gelegt, und die beiden hatten mehr als recht. Chavela Duo spielen nicht einfach die Songs nach, sie interpretieren sie alle auf ihre eigene Art, und es handelt sich dabei eindeutig um Rockmusik. Sie schaffen es sogar, nervige Pophits richtig klasse klingen zu lassen. Auch spielen sie die beste Version von Eurythmics “Sweet dreams”, die wir je gehört haben. Der Gitarrist ist ein wahrer Meister, die Soli in den Liedern wandelt er jedesmal ab und improvisiert genial. Ihr könnt Euch vorstellen, dass die beiden in uns regelrechte Fans gefunden haben. Das Highlight des Abends ist meistens, dass sie für uns unseren Hochzeitssong “Highway to Hell” von AC/DC spielen, weil sie undbedingt sehen wollen, wie beim Headbanging meine langen Haare fliegen. Ich muss wohl nicht extra darauf hinweisen, dass wir uns auch sofort gut verstanden haben. Irgendwann kamen dann auch mal die typischen Fragen, was wir denn so tun. Ich antwortete, ich male. Die Sängerin wünschte sich ein Bild von mir als Erinnerung an die verrückten Donnerstage. Und das bekam sie auch. Genau das – Erinnerung an unsere Donnerstag Nächte. Aufgrund unserer Hotelwohnsituation habe ich mich der Einfachheit halber wieder für eine Ballpen Zeichnung entschieden. Einfach ist gut, es dauerte fast zwei Wochen mit dem feinen Stift die 30 Quadratzentimeter entsprechend herzurichten. Es hat sich aber gelohnt. Beide waren total aus dem Häuschen. Sie hatten teilweise gar nicht damit gerechnet, dass ich das Versprechen wahr mache, und wenn doch, dann mit so einem typischen Pferd/Falke/Blume Dekobildchen. Nicht mit mir. Die beiden haben das Bild den ganzen Abend immer wieder auf der Bühne rumgezeigt und sich bedankt. Jetzt weiß auch der letzte Stammkunde unseres Lieblingspubs, was ich so tue. Die Reaktionen waren der Hammer für mich!

Bald wieder Leinwände und Farbe/Sand/Collagen!

Im letzten Blogeintrag habe ich von unserem Abenteuer Villensuche mit zwei Jordanischen Vermittlern berichtet. Und dass wir die Jungs sehr sympathisch fanden, was scheinbar auf Gegenseitigkeit beruhte. Im Laufe der Unterhaltungen bekamen die beiden auch mit, wie wir beim Anschauen der Häuschen über ein Atelier gesprochen haben, da haben sie mal genauer nachgefragt, was ich denn dann so machen werde. Ich sagte ihnen, ich sei Künstler und male Bilder, gab ihnen ein Kontaktkärtchen zum Stöbern, wenn sie mögen. Die zwei waren begeistert alleine von dem Umstand, dass ich Künstler bin. Künstler haben hier einen ganz anderen Stellenwert als in der westlichen Welt. Keiner fragt, wieviel man denn damit verdient, aber alle sind sich einig, man müsse Künstler immer unterstützen, denn sie machen das Leben bunter. Vermutlich war der Sympathiebonus zusammen mit dem Künstler-Umstand dafür verantwortlich, dass wir letztendlich genau das bekamen, was wir haben wollten zu dem Preis, den wir als Maximum angegeben haben. Gestern haben wir uns nämlich getroffen, um alles fest zu machen. Die erst für uns geplante Villa hat der Eigentümer dann doch viel teurer vermieten wollen. Die Preise haben wieder stark angezogen. Anstatt uns eine Villa zu höherem bzw. jetzt normalem Preis aufzuschwatzen, hat sich unser Vermittler richtig für uns ins Zeug gelegt. Er hat ein Häuschen gefunden, dessen Inhaber ein Landsmann von ihm ist und es tatsächlich geschafft, den Mietpreis auf unser genanntes Maximum hinunter zu handeln, da wir ja ab nächsten Samstag bereits mit dem Mietverhältnis beginnen wollen. Das hätte er nicht tun müssen! Zumal es alles andere als normal ist, dass ein Vermittler einer Maklerfirma hier mit dem Eigentümer über Mietpreisenkungen verhandelt. Nachdem wir gestern bis zum frühen Abend voller Aufregung auf sein Telefonat gewartet haben, waren wir überglücklich als er uns mitteilte, was er für uns rausschlagen konnte. Und unser neues Häuschen ist dann auch genau in dem Areal, wo wir am liebsten hinwollten! Die Kaution ist bereits bezahlt, sobald der Geldtransfer zum neuen Konto durch ist, wird der Vertrag gegen Vorauszahlung der Jahresmiete unterzeichnet. Am nächsten Samstag ist Schlüsselübergabe!

Bis wir uns dann Stück für Stück soweit eingerichtet haben, dass alles fertig ist und auch mein neues Arbeitszimmer brauchbar ausgestattet ist, dauert es sicher noch so bis Mitte/Ende Juli. Dann kann ich auch wieder mit Farben und Leinwänden spielen! Bis dahin werden mir diverse Ballpens und Graphitstifte hoffentlich gute Dienste leisten, die nächste Zeichnung ist bereits in Arbeit. Irgendwie habe ich das Gefühl, die Sache mit den Ballpens nicht gänzlich aufzugeben, nur weil ich dann wieder Platz für Leinwände haben werde. Die schwarzen Tintenstifte sind mir mittlerweile doch sehr ans Herz gewachsen inclusive allem, was man damit so anstellen kann. Es ist doch recht interessant, was manchmal aus der (Platz)Not heraus so alles entstehen kann 😉

In diesem Sinne allen einen erfolgreichen Start in die Neue Woche!

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Villasuche auf Arabisch und warum Adressen nur Nummernsalat sind

Nach dem Reinfall mit den kleinen und stark überteuerten Luxusapartments auf Reem Island haben wir uns nach langem Hin und Her dazu entschieden, lieber ein Stück aus der Stadt hinaus in eine kleine Villa zu ziehen. Viel mehr Platz und Wohnqualität zu wesentlich besseren Preisen.

Gestern Nachmittag hatten wir nach langer Suche und vielen Fehlversuchen endlich wieder einen Maklertermin, um uns eine kleine Villa in unserer Preisklasse anzuschauen. Der Ort unseres Begehrens nennt sich Al Reef und ist eine Wohnanlage mit vier verschiedenen Villen”dörfern”, die sich lediglich von der Außenfassadengestaltung unterscheiden (Arabian Village, Mediterranian Village, Desert Village und Contemporary Village). Al Reef befindet sich auf dem Festland von Abu Dhabi ein wenig außerhalb der Stadt, ist aber durch sehr günstige Busse und Taxis voll angebunden. Ruhige, herrliche und finanzierbare(!) Wohngegend, in der ich auch ohne eigenes Auto tagsüber nicht von allem abgeschnitten bin.  Fast über die Hälfte der Häuser steht noch leer, genügend Auswahl sollte es also geben. Einen Termin für eine Besichtigung zu bekommen, klingt einfacher als es letztendlich ist, wenn man die regelrechte Maklerschwemme hier betrachtet.

In jedem Fall wollten wir eine Villa mieten, die bereits einen persönlichen Eigentümer hat und nicht der Bank gehört. Die Banken wollen nämlich noch mal bis zu 20 Prozent mehr Miete für das baugleiche Objekt. Also haben wir zuerst Inserate gewälzt, in denen lokale Eigentümer ihre Objekte eingestellt haben. Würde immerhin die Kaution für den Makler sparen. Irgendwie hat sich da aber keiner zurück gemeldet. Daraufhin schrieb ich alle möglichen Maklerfirmen an, die die kleinen Villen auch zu günstigeren Preisen gelistet haben. Entweder mir wurde gesagt, sie seien schon weg, sie könnten uns aber diese Objekte für 20 Prozent mehr Mietzahlung anbieten, oder aber wir bekamen gar keine Rückmeldungen. Die Maklerfirmen haben als oberste Priorität die Objekte zu vermieten oder zu verkaufen, die noch den Banken gehören. Und die Banken verlangen sehr viel mehr Geld als die privaten Eigentümer. Wenn man bedenkt, dass man hier die gesamte Jahresmiete im Voraus bezahlt, muss man sich da schon gut überlegen, was man sich leisten kann.

Letztendlich landeten wir dann doch wieder beim ansässigen Marktführer, die melden sich wenigstens zurück und sind zuverlässig. Allerdings war unsere letzte Erfahrung mit einer polnischen Maklerin der Firma eher nicht so gut. Sie war es, die uns diese winzig kleinen Luxusapartments für wahnsinnig überteuerte Preise andrehen wollte, obwohl wir ihr sagten, das gibt unser Budget nicht her. Sie hatte keine sinnvolleren Objekte für uns. Diesmal sind wir an einen arabischen jungen Mann geraten. Bereits am Telefon teilte ich ihm mit, was unser absolutes Maximum ist und das ein Termin wirklich NUR Sinn macht, wenn das Objekt unser Budget nicht übersteigt. Ich klang wohl verzweifelt genug oder vielleicht fand er auch mein “zartes” Stimmchen sympatisch, auf jeden Fall hatte er kein Problem damit, uns Villen von Eigentümern zu zeigen. Wir machten also einen Termin aus, und der war gestern.

Wir wussten zwar von Freunden, dass Al Reef super ans Busnetz angebunden ist, aber da genau dieses hier erst kürzlich wieder vollständig umgestellt wurde und auch sonst sehr kreativ variiert, hatten wir keine Chance im Voraus heraus zu finden, wo wir welchen Bus von der Stadt aus nehmen könnten, also fuhren wir mit dem Taxi nach Al Reef. Wir waren eine Stunde eher dort, um uns schonmal ein wenig umzusehen. Klasse Idee mittags bei 44 Grad eine Stunde durch die Sonne zu spatzieren. Für die ersten Eindrücke vom Umfeld war es aber sehr ok. Bushaltestellen gibt es dort nahezu alle 500 Meter, gehalten wird da, wo jemand steht oder aussteigen will. An den Haltestellen selbst hängen dann auch die Pläne, welcher Bus wo und wann lang fährt. Manchmal ist ein Fotohandy praktisch 😉

Meinem Mann viel ein Kleinwagen auf, in dem zwei junge arabisch aussehende Männer permanent Runden ums Karree fuhren. Wir amüsierten uns ein wenig darüber. Zielloses Herumfahren ist für manche junge Emiratis hier eine Freizeitbeschäftigung. Allerdings haben die für gewöhnlich nicht die Autofenster auf bei der Wärme. Als die Uhrzeit unseres Termins gekommen war, stellte sich heraus, dass in diesem Auto unser Makler und sein Kollege saßen. Sie sind bis zu unserem Termin nur Runden mit offenen Fenstern gedreht, weil die Klimaanlage im Auto defekt war. Die Makler im Kundendienst müssen für gewöhnlich mit ihren Privatwagen fahren, der Markt ist heiß umkämpft, das große Geld streichen hauptsächlich die Chefs ein und nicht die Kundenbetreuer. Wir wurstelten uns also auf die Rückbank und die beiden begannen, eine Villa zu suchen, von deren Eigentümer sie sich extra noch den Schlüssel besorgt haben. Sie hatten den Schlüssel mit einer vierstelligen Nummer am Anhänger und die Angabe, die Villa sei im Arabian Village. Und so startete die Suche…

Wer hier aufgewachsen ist (was die beiden zu sein schienen), kennt kein Adresssystem mit Hausnummern und Straßennamen für andere als nur die großen Hauptstraßen. So etwas gibt es in Abu Dhabi noch nicht, soll aber jetzt eingeführt werden. Man hat lediglich die großen Hauptstraßen benannt (und immer wieder umbenannt), damit hat man grobe Richtungen. An sonsten wird sich an sogenannten Landmarken wie Einkaufstempeln, Hotels und anderen markanten Gebäuden, Parkanlagen oder sonst was orientiert. Die großen Tower hier haben alle eigene Namen und werden als Orientierungspunkte benutzt. Wenn man hier ein Navigationssystem benutzt, macht dass nur Sinn, wenn man die Erdkoordinaten vom gewünschten Ziel hat.

Al Reef ist sehr neu und besitzt nummerierte Straßen mit Hausnummern. Außerdem hat nochmal jedes Haus seine eigene Nummer. Allerdings fangen in jedem der vier Villenareale die Straßennummerierungen bei eins an. Und sie sind nicht rechtwinklich sondern eher spiralförmig mit Zwischenverbindungen angelegt. Überall sonst in Abu Dhabi ist alles rasterförmig aufgebaut, damit haben die Leute hier umzugehen gelern. Einen brauchbaren korrekten Stadtplan hatten wir nicht, sonst hätten mein Mann und ich das System dort vielleicht durchschauen können.

Die beiden Araber waren völlig aufgeschmissen. Das Konzept der Nummerierungen unbekannt hatten sie nur den Schlüssel mit vier Ziffern drauf. Es war nicht ersichtlich, ob es sich dabei um Straßen- und Hausnummer oder nur um die Villennummer selber handelte. Der Eigentümer war nicht zu erreichen. Wir drehten lange Runden und versuchten aus dem Auto heraus sämtliche Nummern zu erkennen, probierten alle Möglichkeiten durch, die die Ziffern auf dem Schlüsselanhänger bedeuten könnten. Wir landeten immer wieder vor bereits bewohnten oder zu großen Objekten. Der Eigentümer war telefonisch nicht zu erreichen. Nach einer dreiviertel Stunde fuhren wir ins Contemporary Village, da bei einem Anruf im Büro jemand auf die Idee kam, vielleicht stimme einfach das Village nicht, denn im Contemporary würde eine vierstellige Villemnummer existieren, die mit besagten Ziffern übereinstimme. Als wir diese dann nach weiterer längerer Suche fanden, war sie bereits bewohnt, das war dann wohl auch nicht die Richtige.

Nächster Stop war das dortige Büro der Maklerfirma, ebenfalls eine solche kleine Zweischlafzimmer-Villa. Da die Häuschen von innen wirklich alle komplett baugleich sind inclusive der bereits vorhandenen Küchenmöblierung, konnten wir uns schon mal einen kleinen Eindruck verschaffen (wirklich nur einen sehr kleinen, der Hauptwohnbereich unten war komplett vollgestellt und die Terassentür zugehangen gegen die Sonne). Dort beschwerten sich unsere beiden Kundenberteuer erst einmal maßlos über den Eigentümer, der wohl selber nicht wisse, wo sein Objekt nun wirklich stünde. Also haben die Jungs kurzerhand einen anderen Schlüssel zu einer Villa im Desert Village geschnappt, die wir zu ähnlichen Konditionen bekommen könnten. Sie versprachen uns, die andere Villa noch ausfindig zu machen. Da die beiden innen ja komplett baugleich, maximal spiegelverkehrt aufgebaut sind, läge dann die Entscheidung bei uns, welche wir nehmen, wenn wir uns denn für eine Villa entscheiden wollen. Die Desert Village Villa fanden die beiden recht schnell, wir haben nur beim Nummernschilderlesen aus dem Auto heraus geholfen.

Wir traten also ein und schauten uns um. Und waren begeistert. Nicht nur dass die auf den Grundrissen angegebenen Maße tatsächlich stimmten, so ein Häuschen ist einfach absolut wie gemacht für uns! Stauraum, Platz, eine herrliche offene Küche in den großen Wohnbereich hinein, ca. 30 Qadratmeter privater Garten mit Terasse am Wohnbereich, separater Waschmaschinenraun, Toilette unten, gleich am Eingangsbereich nochmal ein kleiner offener Raum für sonst irgend etwas, im Obergeschoss dann zwei Bäder und zwei Schlafzimmer, eines davon größer und mit eigenem Balkon. Alles in allem machte das Häuschen auf uns einen sehr guten Eindruck, geradezu wie geschaffen für uns. Bei dem Haus war aber der Eigentümer noch nicht in Kenntnis, dass es Interessenten gibt. Wir klärten also ab, dass wir auf jeden Fall eines der beiden Häuser nehmen, wenn die Konditionen für uns stimmen.

Glücklich fuhren wir für umegrechnet 80 Cent pro Nase mit dem Bus die 40 Kilometer in die Stadt zurück. Wir mussten nicht lange warten, allein vier Buslinien mit kompfotablen Bussen fahren von Al Reef nach Abu Dhabi Downtown. Die Fahrt dauert nicht lange, weil der Bus über die Inselautobahn direkt außen rum um die Stadt fährt, bis er genau am richtigen und interessanten Teil ins Tourist Club Areal im üblichen Staugewimmel landet und man getrost mitten im Stadtleben aussteigen kann.

Gerade hat mich unser Kundenbetreuer noch einmal angerufen und die gute Nachricht erteilt, sie haben die für uns geplante Villa ausfindig gemacht. Sie ist im Contemporary Village und damit eine der neuesten Objekte dort, ganz nah am Village Pool und Sportareal. Der Eigentümer läßt das Haus für uns diese Woche fertig machen. Also nochmal malern, reinigen, alles auf seine Funktionalität prüfen, Klimaanlagenfilter wechseln – die üblichen Wartungsdinge eben. Jetzt liegt nur noch alles daran, wie schnell mein Mann diese Woche seine Stempel im Visum fertig bekommt, ein emiratisches Bankkonto aufmacht und unsere Ersparnisse und die Wohnpauschale von der Firma aud das Konto transferiert werden. Und dann können wir in ca. zwei Wochen einziehen! Endlich ein neues zu Hause einrichten!

Ich gebe es ja zu… Gestern Abend haben wir schon kräftig an der Inneneinrichtung geplant und überlegt, haben also bereits eine genaue Vorstellung davon, wie es dann werden könnte 😉 Und dann habe ich auch endlich wieder ein eigenes Atelier sogar mit Balkon!

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