Kunst- und Kunsthandwerk Bazaar – eine Erfahrung weit über das Thema hinaus

Am Wochenende war es mal wieder soweit, das Cafe Arabia  verwandelte eine seiner drei Villastockwerke vom Kaffeehaus in einen Kunst- und Kunsthandwerk Bazaar, der alle ein bis zwei Monate stattfindende “arts and crafts souk”. Der funktioniert ganz einfach. Man mietet sich für einen kleinen Betrag einen Tisch für den Tag, auf dem man seine Kreationen ausstellen und zum Verkauf anbieten kann. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich um selbstgestaltete Dinge handelt. Wenn man einen Tisch mieten möchte, muss man dem Cafe-Inhaber glaubhaft vorher mitteilen, was man gerne dort anbieten möchte, damit niemand den Souk als Kram- und Flohmarkt missbrauchen kann.

Ich wollte auskundschaften, was die anderen da so anbieten und ob es in Zukunft auch eine Möglichkeit für mich sein könnte, das ein oder andere zum Verkauf anzubieten. Außerdem war es eine sehr gute Möglichkeit, neue Kontakte und Verbindungen aufzubauen, kreative Atmosphäre aufzusaugen, neue Inspirationen zu bekommen. Im Nachhinein kann ich nur sagen, das Ganze hat sich in vielerlei Hinsicht mehr als gelohnt!

Als wir im Cafe ankamen, habe ich mir erst einmal einen groben Überblick über die Stände verschafft. Von gerahmten Acrylcollagen über verzierte Kerzen, wahnsinnig aufwändig genähte Patchworkdecken, Schmuck, Fotografien, Seidenbilder, Stofftaschen und handbemahltes Porzellan war eigentlich alles dabei. Sogar ein Stand von einer Hilfsorganisation und ein Mischpult für die musikalische Beschallung, im unteren Stockwerk sang bereits ein Chor. Mein Mann und ich machten es uns erst einmal auf der Dachterrasse für Kaffee und Zigarettchen gemütlich, ein bischen Sonne tanken. Nach meinem Kaffee machte ich mich wieder auf in die mittlere Etage ins Getümmel.

Ich stoppte zuerst an dem Stand mit den Decken, Wandbehängen und Kissenbezügen, alle mit aufwändigen Tier- und Mandalapatchworkmustern genäht. Ein Egyptisches Ehepaar betreute den Stand, die Sachen hat alle der Ehemann genäht. Die zwei leben schon seit viele Jahren in Abu Dhabi. Wir hatten eine sehr schöne Unterhaltung über das Land, das Leben und das kreative Arbeiten hier. Beim nächsten Souk sehen wir uns sicher wieder, vielleicht habe ich dann bereits meinen eigenen Stand dort.

Am nächsten Stand saß eine gelangeilt aussehende junge Dame, die bunte Stoffhandtaschen anbot. Ich fragte sie, wie lange sie an den vielen Taschen genäht hat, da alle in einem unterschiedlichen Design waren. Sie sah mich völlig verwirrt an und meinte, natürlich habe sie die Taschen nicht selbst genäht. Sie habe das Design entworfen und die Taschen nähen lassen. Nunja, das entspricht jetzt nicht so ganz der Idee dieses Souks, aber immerhin war das Design von ihr. Wahrscheinlich hat sie ihr Hausmädchen damit beschäftigt. Da sie eine Emirati war, gab ich ihr eine CD von dem National Day Projekt in die Hand, das Ziyad Matar und ich gemacht haben, und verabschiedete mich höflich zum nächsten Stand.

Dort saß ein hier geborenes Indisches Schwesternpaar, das ein Fotostudio betreibt. Wundervolle Landschafts- und Städtefotos, Kalender, Drucke von eigenen Zeichnungen und bedruckte Tassen gab es dort. An einem anderen Stand verkaufte ein zwölfjähriges Mädchen seine wirklich sehr schön verziehrten Kerzen, die Standmiete hat sie von ihrer Mutter zum Geburtstag geschenkt bekommen. Und die Kerzen konnten sich wirklich sehen lassen, die Kleine ist sehr begabt.

Ich lernte Tamara Noori kennen, eine wundervolle Frau aus Indien, die seit 17 Jahren hier lebt und Kreativkurse aller Art gibt, sei es Papierschöpfen, Seidenmalerei, Glasmalerei, oder sonstige Arten der Malerei. Sie stellte eine Menge eigener Seidenbilder aus, wunderbare Stücke, sehr dekorativ. Wir unterhielten uns eine ganze Weile, tauschten Gedanken und Beobachtungen aus, selbstverständlich auch unsere Visitenkarten. Vielleicht bleibt man ja in Kontakt.

In der Mitte des Raumes befand sich ein Tisch, der von vielen hauptsächlich jüngeren Menschen umgeben war, ein großer Teil von ihnen Emirati. Einer hatte ein Peacezeichen in den Bart seiner rechten Wange rasiert, zusammen mit der traditionellen weißen Kandura (das übliche lange Gewand hier) ein interessantes Bild. Ich war am Stand dieser Hilfsorganisation angekommen. “Breathing Numbers” – “Atmende Zahlen” ist der Name der Organisation, vor allem aber der Idee dahinter. Ich lernte unter anderem die Gründerin kennen, Muna Harib, eine wahnsinnig tolle junge Frau mit einer Idee und dem festen Willen, etwas zu verändern. Was sie auch tut. Der volle Name der Oganisation ist “Breathing Numbers Human Act”. Momentan helfen sie Syrischen Flüchtlingen, die überall rund um Syrien herum in den vielen Camps leben. Die Camps selber werden ja von den großen Organisationen gebaut, abgesichert und mit Nahrungsrationen versorgt. Sozusagen das unterste Minimum, um ein Überleben zu garantieren. Ein Leben wie in einer Viehherde.

Breathing Numbers haben einen ganz anderen Ansatz. Es geht mehr um die Idee des menschlichen Handelns, sich wieder auf das Mensch sein und die gegenseitige Hilfe und Unterstützung zu besinnen. Diese Menschen in den Camps wurden von einem Krieg vertrieben, der mittlerweile zwischen fanatischen Islamistengruppen aus dem Ausland und der alten Regierung geführt wird. Dieses ganze Volk ist geflohen, um zu überleben. Irgendwann werden sie ihr Land wieder aufbauen können, müssen. Die Leute von Breathing Numbers wollen anderen überall auf der Welt klar machen, dass es nicht nur um Nummern in einer Statistik geht. Es geht um atmende Menschen. Um unser aller Verantwortung. Sie sammeln und verbreiten die Geschichten unterschiedlichster Einzelschicksale, sammeln Spenden, veranstalten Wohltätigkeitsfeste, verkaufen und versteigern Kunst und andere Dinge, von deren Erlös sie dort vor Ort etwas tun. Wohncontainer zum Beispiel, da der Campboden meist so schlammig ist, dass die Zelte dort voll laufen oder gar nicht erst aufgebaut werden können. Warme Decken, Kleidung, medizinische Versorgung, Organisation nötiger Operationen für Kranke. Darüber Hinaus tun sie aber noch etwas anderes ganz wichtiges. Sie wollen die Einzelschiksale verbreiten, damit diese Menschen nicht weiterhin das Gefühl haben, vom Rest der Welt vergessen zu werden. Sie wollen ihnen Möglichkeiten bieten, irgendeine Art Raum zu bekommen, wo sie mal abschalten können von den Kriegssorgen und ein Stück Normalität oder auch nur etwas Schönheit erleben zu können. Das passiert dadurch, dass sie sich um Lernmittel für die Kinder kümmern, damit die Älteren ihre Fähigkeiten und Ausbildung so gut wie möglich an die Jüngeren weiter geben können. Spielzeug für Kinder, damit sie wenigstens ein bischen Kind sein können. Sogar eine Art Kreativzentrum wurde in einem der Camps errichtet, wo syrische Künstler die Möglichkeit haben, ihre Werke auszustellen. Wo jeder, dem es liegt, die Arbeitsräume und Möglichkeiten hat, seine eigenen Erfahrungen und Gefühle in Bildern darzustellen. Breathing Numbers stellt auch Kontakte zwischen allen möglichen Menschen von außerhalb zu den Syrischen Flüchtlingen her, einfach nur zum Reden, sich austauschen, und vor allem um den Syrern das Gefühl zu geben, sie sind nicht ganz vergessen, nicht ganz allein. Breathing Number will diesen Menschen beistehen, dass sie durch diese schwere Zeit kommen, ohne dass ihre eigene Hoffnung, ihr Selbswertgefühl, ihre Menschlickeit zu sehr leidet oder ganz abhanden kommt. Sowas kann schnell passieren aufgrund des Elends und der Verbitterung. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, damit dieses Volk nicht das wichtigste verliert, was es hat! Hoffnung, Fähigkeiten, Menschlichkeit. Irgendwann wollen sie ihr Land wieder aufbauen, spätestens dann werden sie all das brauchen. Und Breathing Numbers möchte so viele Menschen wie möglich dazu bringen HINZUSEHEN. Zu begreifen, was überall auf der Welt mit anderen passiert, nicht gleichgültig zu bleiben und das Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit abzustreifen. Jeder kann etwas tun, auch wenn es nur ein ganz kleiner Beitrag ist. Machen das genug Menschen, wird etwas bewegt…

Ich habe mich über eine Stunde mit dem Team von Breathing Numbers unterhalten. Sie haben ungewöhnliche und idealistische Ansätze, denken in ähnlichen Bahnen wie ich. Es war bereichernd, lehrreich und motivierend zugleich. Wenn ich über das Team als Organisation schreibe, so stimmt das nur im weitesten Sinne. Es ist vielmehr eine Idee, eine Einstellung, ein paar Leute mit dem festen Entschluss, etwas zu bewirken. Sie sind vernetzt mit allen möglichen Organisationen, vor allem aber mit Menschen. Es gibt nicht so etwas wie einen offiziellen Beitritt oder eine Mitgliedschaft. Es ist mehr ein Bereitstellen und Nutzen von bereits bestehenden Infrastrukturen für Hilfsprojekte für jeden, der gerne etwas dazu tun möchte. Eine “Breathing Number” zu sein ist eine Frage der inneren Einstellung und der eigenen Handlungen, keine Frage einer Mitgliedschaft. Muna Harib und ihre Freunde wollen die Menschen daran erinnern, was es bedeutet menschlich zu sein, für einander da zu sein, für einander zu sorgen. Und was das aktive Handeln betrifft, fangen sie ganz einfach mit den Syrischen Flüchtlingen an.

Wir bleiben in Kontakt. In den nächsten Tagen werde ich zum Thema Syrienkonflikt und warum gerade uns westliche Leute das alles sehr viel angeht einen ausführlich Blog schreiben. Ich bitte Euch alle, diesen entsprechenden Eintrag dann aufmerksam zu lesen und wenigstens darüber nachzudenken. Es geht nicht nur um Syrien und die Syrer. Es geht um uns alle. Wie wir wegsehen, was wir gerne vergessen, dass wir doch nicht völlig machtlos sind.

So hatte dieser kleine Künstlermarkt doch noch eine sehr überraschende Komponente auf Lager. Ich weiss jetzt, wie man dort einen Stand bekommt, kenne bereits einen Teil der Leute, die regelmäßig teilnehmen, habe durchaus Ideen, was ich wie dort anbieten kann. Ich habe wieder einige unserer CDs an die Einheimischen austeilen können, was sehr gut ankam. Und ich habe Muna Harib und ihre Freunde kennen gelernt, die eine Einstellung vertreten, wie sie bei uns im Westen mehr und mehr ausstirbt. Ich meine damit nicht die Denkweise, die gibt es auch bei uns noch. Ich meine das Handeln selber. Den Anfang machen. Wenn genug Leute mitmachen, kann man wirklich etwas bewegen. Und sie haben Recht damit, das haben sie im Falle vieler Hilfseinsätze in den Flüchtlingscamps bereits bewiesen.

Bis zum nächsten Blog!

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Arabische Gastfreundschaft – eine unglaubliche Erfahrung!

Wir haben letztens einen sehr interessanten Emirati kennen gelernt. Ingenieur und Erfinder, Bastler und Tüftler, ein vielgereister, gebildeter und weltoffener Mensch. Wir haben uns sofort verstanden und einige interessante Gespräche geführt. Schnell folgte eine Einladung. Er erzählte uns auch von seiner Schwester, die in Deutschland gelebt hat und auch etwas Deutsch spricht. Sie lernten wir am Telefon kennen, als sie uns ebenfalls eine Einladung ausprach. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man eine Arabische Einladung annimmt, nachdem sie mindestens dreimal ausgesprochen wurde. Die Geschwister haben dreimal angefragt, also haben wir die Einladung angenommen 🙂

Wir haben einen Tag ausgemacht, von einer Uhrzeit wollten sie nichts wissen. Wenn wir da sind, sind wir da. Ganz einfach. Also gab ich als Richtwert “nachmittags” an. Das Zeitverständnis hier ist ein völlig anderes. Sehr gewöhnungsbedürftig für uns Deutsche, zumal es hier zum guten Ton gehört, etwas später als abgemacht aufzutauchen. Zeit spiel keine übergeordnete Rolle, sie ist einfach da. Man hat sie einfach. Wenn man sich darauf einlässt, kann es auch etwas entspannendes haben 😉

Neugierig auf unsere Gastgeber machten wir uns gestern auf den Weg in einen kleinen Wohnort zwischen Abu Dhabi und Dubai. Ein typischer Wohnort im Emirat Abu Dhabi – eine sauber geplante Ansammlung Arabischer Villen, eine Schule, Moschee und ein paar kleine Lädchen für das nötigste, an sonsten Wüste wohin das Auge reicht. Die farbenfrohen Bepflanzung der Vorgärten leuchten intensiv in dieser Umgebung. Überall kleine Springbrunnen, gezwitscher von Sittichen aller Art, ruhiger Kleinstadtflair. Hier passiert für gewöhnlich nicht viel, es gibt nicht viel Abwechslung. Dadurch war unser Besuch scheinbar ein echter Höhepunkt auch für die Schwester und Mutter unseres neuen Freundes.

Wir bekamen erst einmal eine Exclusivführung durch das Familienanwesen. Vier Villen, zwei davon vermietet, eine für Mutter und Schwester, eine für unseren Freund. Die Villa unseres Freundes ist eine Art kreatives Chaos aus jeder Menge Werkzeug und Bastelzeug aller Art, Konstriuktionen und Maschinen, an denen er baut und viele viele andere Dinge, darunter auch zwei Boote. Nichts, was es nicht gibt, wenn man etwas konstruieren und bauen möchte. Das Haus der Mutter hingegen war wie eine Mischung aus Museum und Märchen aus 1001er Nacht. Der Arabische Einrichtungsstil ist sehr interessant und hat durchaus seinen eigenen Charme. Wohnzimmerbereiche mit großen Sofagarnituren und Couchtischen voller dekorativer Gegenstände gab es gleich mehrere, natürlich alle auch mit riesigen Fernsehern. Zwischen Sofas mit vergoldeten und verziehrten Holzkörpern und rotem Samtbezug wirkt ein Hochmoderner Flachbildfernseher durchaus sehr interessant. Die riesigen Krohnleuchter machen sich gut, wenn die Stubendecke zwei Stockwerke hoch ist 🙂 Insgesamt waren es drei Stockwerke mit jeder Menge Schlafzimmer, die wie hier üblich alle mit eigenem Badezimmer versehen sind.

Mutter uns Schwester haben uns so herzlich empfangen, sie waren auf uns mindestens genauso neugierig wie wir auf sie. Die Schwester freute sich auch sehr, endlich mal wieder Deutsch sprechen zu können, Englisch spricht sie nicht. Dafür spricht unser Freund Englisch, die Mutter nur Arabisch. Das Sprachmix aus Arabisch, Deutsch und Englisch war sehr interessant, irgendwer hat immer für einen anderen übersetzt. Die Mutter war so gut mit Mimik und Gestik, dass wir ihr teilweise auch ohne Übersetzung folgen konnten. Einfach herrlich! Schnell wurde klar, dass wir nicht vor dem Abendessen gehen können.

Mutter und Schwester waren mit den Vorbereitungen für das Abendessen beschäftigt, unser Freund nahm uns solange mit zu einem Farmbesuch. Bei der Erwähnung einer “Farm” dachte ich zuerst an eine der hier sehr verbreiteten Kamelfarmen, nicht aber an eine recht große Gemüsefarm mit Schafen und Hühnern mitten in der Wüste! Quasi ein richtiger Bauernhof mitten in der Wüste mit eigener Zisterne für die Bewässerung (sogar mit Fischen), jeder Menge Salat-, Gemüse- und Wurzelwerkfelder, Dattelpalmen selbstverständlich und ein Gatter mit Schafen sowie einem Hühnerstall. Ein Gartenhäuschen für die Mutter mit Küche und Bad und dem obligatorischen Wohnbereich mit großer Sofagarnitur samt Fernseher war auch vorhanden. Selbstverständlich gab es auch eine Arbeitscrew dort. Die Belüftungssysteme der großen Gewächshäuser waren Entwicklung und Eigenbau unseres Freundes. Das Bewässerungssystem für die Felder ist schier unglaublich. Einzig Wasser ist nötig, um dem Sandboden so viel Leben abzugewinnen! Unser Freund ließ uns zwei Kartons voll Gemüse von den Angestellten ernten, die Maiskolben holte er selber vom Feld. Alles ganz frisch, das bekommt man hier nicht im Laden. Da hier fast alles importiert wird, was im Supermarkt landet, war bereits alles einmal eingefrohren. Für Gemüse bedeutet das, dass es sich nach dem Auftauen nicht sehr lange hält. Was wir aber von unserem Freund bekommen haben, könnte frischer nicht sein und dürfte sich problemlos halten, bis wir alles aufgebraucht haben! Einen Riesenberg Lauchzwiebeln, Maiskolben, Rettich, ein Gemüse, dessen Namen wir noch herausfinden müssen und jede Menge interessant geformter Auberginen. Ich wusste gar nicht, dass Auberginen Dornen haben können. Entweder sie werden entfernt bevor die Auberginen verkauft werden, oder aber es liegt an der speziellen Sorte. Ich werde das mal herausfinden. In jedem Fall sind sie eines der wichtigsten Gemüse der Arabischen Küche und man kann eine Menge damit anstellen. Wir haben genug davon, um so einiges damit auszuprobieren!

Das Abendessen war sehr interessant! Mir war es aufgrund meiner Glutenunverträglichkeit bisher noch nicht möglich, ein Arabisches Restaurant zu besuchen und mir die Arabische Küche etwas genauer zu Gemüte zu führen (die meisten haben keine Ahnung, was Gluten ist, backen aber ihr Brot mit Weizenmehl. Gefahr für mich ;)). Die Frauen haben traditionell gekocht und nur frische Grundzutaten verwendet. Das einzige, was ich nicht essen konnte, waren die mit Käse gefüllten frittierten Teigtaschen. Die Mengen waren für eine ganze Kompanie! Ein Arabisches Gericht besteht aus einem großen Berg Reis mit gebratenem oder gekochtem Fleisch garniert. Und mit “großer” Berg Reis meine ich auch GROSS! Wir hatten zwei Hauptgerichtplatten. Das eine war ein Reis mit grünen Bohnen, jeder Menge Dill (grandioser Geschmack) und gekochtem Lammfleisch. Das ander war eine Art Curryreis mit gebratenen halben Hühnern oben auf. Dazu gab es jede Menge frischen Salat, die mit Käse und Gemüse gefüllten Teigtaschen und als Dessert selbstgemachte Pralinen aus Dattelfleisch in Sesamkörnern. Ich liebe die Dinger!

Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich, dass Mutter und Tochter separat in der Küche gespeist haben. Unser Freund ist nicht religiös, ihm wäre das völlig egal. Schwester und Mutter haben sich aber selbst für eine sehr traditionelle Lebensweise entschieden. Da Essen die Frauen getrennt von den Männern und Gästen. Ich bin nach dem Essen einfach zu den Mädels in die Küche mit verschwunden. Es kam noch eine Nachbarin zu Besuch, die Unterhaltung war sehr herzlich. Schon nach kurzer Zeit fühlte es sich so an, als würden wir wie selbstverständlich mit dazu gehören und nicht wie gerade frisch kennen gelernt. Der Graupapagai am Eingang wollte auch gelegentlich mit diskutieren. Es gab nach dem Essen noch schwarzen starken Tee, das hiesige Equivalent zum Espresso danach 😉 Dann mussten wir uns schweren Herzens verabschieden, da mein Mann heute wieder arbeiten muss und somit die Nacht zeitig zu Ende ist. Wir sind herzlich eingeladen, gerne immer wieder zu kommen.

Es war ein wundervoller Tag voller neuer Eindrücke! Die Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen hier ist einfach Wahnsinn! Die Erfahrung eines traditionellen Arabischen Abendessen war für mich auch ein absoluter Höhepunkt, der Farmbesuch mehr als nur interessant, wenn man bedenkt, was man lediglich mit Hilfe eines guten Bewässerungssystems dem kargen Sandboden alles abringen kann!

Es war einer dieser Tage und Begegnungen, nach denen man sich innerlich viel reicher fühlt 🙂

Ma’a as-salama (Auf Wiedersehen)

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Soziale Netzwerke – Segen und Fluch zugleich…

Liebe Freunde des löwenzahnistischen Kathaismus,

wer von Euch mich schon ein Weilchen länger kennt, kann sich sicherlich noch an meine Verweigerungshaltung den “Sozialen Netzwerken” gegenüber erinnern. Was sollte ich denn auch dort – Freunde und Familie kann man auch auf den konservativen Wegen durch Email und Skype, Telefon und ICQ erreichen. Und wozu Profile auf unterschiedlichen Seiten haben, wenn man doch eine eigene Homepage hat? Interessant, dass diese neueren Medien mittlerweile als konservativ zählen…

Im Laufe des letzten Jahres allerdings konnte ich wieder mehr und mehr meine kreative Arbeit aufnehmen. Vieles hat sich seitdem verändert. Meine neuen Freunde hier im schönen Abu Dhabi sind regelrechte Fans meiner Bilder, geben mir Zuversicht und Unterstützung etwas mehr daraus zu machen. Und wirklich JEDER wies mich darauf hin, ohne Facebook und Twitter geht hier nichts. Da es ja um die Verbreitung meiner Bilder ging, gab ich schließlich zähneknirschend nach und startete letztes Jahr im Oktober meinen Ausflug in die scheinbar unendlichen Weiten der “Social Networks”.

Anfänglich war ich geradezu überwältigt durch die Reizüberflutung. Scheinbar Belangloses kann unheimliche Kreise ziehen, manchmal mehr als einem lieb ist, manch Wichtiges geht in der Flut einfach unter. Es dauerte ein Weilchen, bis ich für mich die Balance herausgefunden hatte. Ich bin jetzt auf Facebook, Twitter und Artradio.tv zu finden, was auch mehr als genug ist. Muss man sich um zu viele dieser Seiten kümmern, bleibt kaum noch Zeit für die eigentliche kreative Arbeit. Ein Gleichgewicht muss also her.

Meine Eindrücke von dem ganzen “Social Network” Thema habe ich im Laufe der letzten Woche in einem Bild verarbeitet:

Social Networks

Social Networks

Wie steht Ihr zu diesem Thema? Was stellt es mit Euch an, in diesen Netzwerken zu sein? Ist es die vereinfachte Kommunikationsmöglichkeit, obgleich beinahe jeder auf die Inhalte Zugriff haben kann? Sind es endlose Stunden Onlinespiele auf den Portalen? Informationsbeschaffung und -verbreitung? Was ist es für Euch, was diese Netzwerke ausmachen? Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

Auf jeden Fall durfte ich seit gestern einen sehr positiven Aspekt der Facebook-Weiten erleben. Es gibt da ein Künstlerportal (Arts, Artists, Artwork), an die jeder Künstler bis zu zwei Bilder seiner Arbeiten am Tag senden kann. Mit gaaaanz dolle viel Glück ist man unter den Ausgewählten, deren Werke von der Portalseite an eine rund 744 Tausend Empfänger starke Gemeinde gepostet werden. Ein Freund war der Meinung, ich solle unbedingt mal mein Glück dort versuchen. Auch wenn viele ewig Bilder schicken und nie das Glück haben, etwas dort veröffentlich zu bekommen. Warum nicht? Schaden kanns nicht. Wer weiß, vielleicht wird mal jemand auf irgendetwas aufmerksam von mir. Ich schickte also Anfang des Monats mein Dezemberprojekt, das “Inspire Each Other” Mosaik-Gemälde an die Seite. Und fand selbiges gestern plötzlich von dem Portal veröffentlicht. Innerhalb eines Tages klickten 578 Leute den “Gefällt mir” Knopf unter dem Posting, 39 Leute teilten bis jetzt das Bild von dort aus gleich in ihrer eigenen Chronik weiter. So funktioniert also die Verbreitung 🙂

In Anbetracht der Tatsache, dass es von den vielen tausend Bewerbern nur sehr wenige schaffen, den Seitenbetreibern in einem Maße zu gefallen, dass sie veröffentlicht werden, war es für mich schon eine sehr große Sache. Vor allem da es mein erstes Bild an diese Gruppe war. Das ist mal eine wirklich schöne Rückmeldung!

Der Nebeneffekt ist jetzt, dass ich seit gestern jedesmal einen Haufen neuer Meldungen durchzugehen habe, sobald ich Facebook öffne. Es kostet eine Menge mehr Zeit. Da ich nur ungerne halbe Sache mache, werde ich in nächster Zukunft keinen weiteren Portalen mehr beitreten. Sonst bleibt nichts mehr für neue Bilder und andere verrückte Ideen übrig 😉 Außerdem hat mich jetzt auch ein Freund belehrt, wie man Twitter richtig benutzt, um über diesen Weg meine Bilder bekannter zu machen. Jajaja, einige unter Euch werden jetzt wahrscheinlich in schallendes Gelächter ausbrechen, was soll’s… Ich werde mich jetzt erst mal um den entsprechenden Account kümmern…

In diesem Sinne ein schönes Wochenede Euch allen aus den unendlichen Weiten des sozialen Fangnetzes 😉

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Beschlagene Autoscheiben – Da gibts ne Lüftungseinstellung dagegen? Im Auto?! Im Bedienfeld?!?

Winter in den Emirates. Die Saudis haben uns die Reste ihrer Unwetterfront vorbei geschoben. Unbeständiges Wetter, kalter Wind und Regen sind die Auswirkungen. Die Temperaturen erreichen nur noch rund 20-23 Grad am Tag, zusammen mit kalten Wind ein echtes Mistwetter. Ein Wetter, bei dem die Autoscheiben beschlagen…

Regenwetter kommt hier zwar gelegentlich vor, doch eher selten und meist nicht so lange. Augenscheinlich nicht oft und lange genug, dass die Leute lernen, wie man beschlagene Autoscheiben verhindert. Übliche Vorgehensweise ist Fenster runter und Heizung an. Macht sich aber schlecht, solange es noch regnet. Also fahren die Leute mit beschlagenen Scheiben, was neben dem Umstand, dass die meisten schlicht nicht fahren können, für eine stark erhöhte Unfallquote sorgt. Warum sollte man auch vom Gas gehen, wenn man nichts sieht?

So auch letztens im Taxi. Die Frontscheibe war so beschlagen, dass man wirklich gar nichts mehr gesehen hat. Der Fahrer wischte immer wieder mit Taschentüchern drüber – natürlich erfolglos. Der Regen ließ nach und prompt öffnete der Taxifahrer sämtliche Scheiben und drehte die Heizung voll auf, was aber im Fahrtwind bei ca. 80 Km/h herzlich wenig bringt. Der dadurch verursachte Geräuschpegel hinderte ihn außerdem daran, die Anweisung meines Mannes zu verstehen, der vom Rücksitz aus versuchte ihm zu erklären, doch bitte die Scheibenbelüftung anzumachen und die Fenster wieder zu. Erst als der durch Straßenlärm und Fahrtwind bedingte Geräuschpegel durch die nächste rote Ampel auf ein erträgliches Maß reduziert wurde, war eine Kommunikation mit dem Fahrer und seinem gebrochenen Englisch wieder möglich. Er hatte trotzdem keine Ahnung, was Gunnar mit der Scheibenbelüftung meint. Gunnar zeigte ihm das entsprechende Bildchen am Einstellrädchen auf der Konsole. Der Fahrer erklärte uns, er habe keine Ahnung, wofür das sei. Wir brachten ihn dazu, es auszuprobieren und die Fenster wieder zu schließen. Beinahe sofort begann die Scheibe wieder aufzuklaren, wir konnten die Straße wieder sehen, unser eigenes Wort wieder verstehen (Fenster waren ja jetzt zu) und der kalte Fahrtwind störte auch nicht mehr. Und wir hatten einen sehr glücklichen Taxifahrer. Er war schlichtweg begeistert! Freie Sicht bei diesem Wetter ganz ohne offene Fenster! Er bedankte sich erfreut und gab an, jetzt einen entscheidenden Vorteil den anderen gegenüber zu haben. So leicht kann man einen Fahrer hier glücklich machen…

Ich habe mich daraufhin mal ein bischen umgehört. Sämtliche Araber und Asiaten scheinen diesen einfach Trick nicht zu kennen. Es ist schon erstaunlich, wenn sie das Fahren selber halbwegs beherrschen, aber sich auch noch mit sämtlichen Funktionen der Einstellungen vertraut zu machen, daran denkt wirklich keiner. Dafür reicht wohl auch die Konzentration nicht aus, wenn nebenbei noch telefoniert und SMS geschrieben wird. Zumindest gibt es jetzt einen Taxifahrer mehr im täglichen Stadtverkehr, der auch bei Regen eine klare Sicht hat. Wenn er nett ist, gibt er den Tip an andere weiter. Wäre wünschenswert, ist aber nicht davon auszugehen 😉

Die Kurze Strecke kalter Fahrtwind hat natürlich mal wieder gereicht, um mir eine Erkältung einzufangen. Ist eben Winter, auch hier 😉 Dafür weiß man einen Sonnenstrahl gleich wieder viel mehr zu schätzen, sollte sich zufällig mal einer zwischendrinnen durchbohren. Wir machen es uns also drinnen kuschelig, heißer Tee und Schokolade sind genau das richtige für diese Tage.

Biergarten fällt natürlich auch aus bei dem Wetter. Dafür sind letztens drei unserer Freunde nachmittags eingekehrt und wir haben eine Spontanparty  veranstaltet. Eigentlich war Grillen im Park geplant, so hatten wir eine feuchtfröhliche Dinnerparty im Hotelappartment. War auch schön 😀

Ich lenke mich derzeit von dem Mistwetter ab, indem ich herausfinde, dass ein Bleistift, ein Ballpen und ein gerade mal 30x30cm kleines Zeichenblatt ausreichen, um sich gleich für mehrere Tage voll ausgelastet beschäftigen zu können. Das fertige Werk wird dann selbstverständlich hier veröffentlicht 😉

Bis die Tage, laßt es Euch gut gehen!

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artradio.tv – Ein heißer Tip für alle Kunstliebenden und Künstler aller Art

Meine Zweifel über den Sinn und Nutzen von Facebook für mich sind mittlerweile ausgeräumt, seitdem ich meine Künstlerseite habe und die Reaktionen darauf bekomme. Hört hört… 😉

So habe ich gleich zu Beginn des neuen Jahres eine Nachricht von einem gewissen Jon Moxley bekommen, der über Facebook auf meine Bilder gestoßen ist. Er machte mir große Komplimente über meine Arbeiten und schrieb mir eine persönliche Einladung, seinem Kunstportal artradio.tv beizutreten. Das ist doch mal ein schöner Beginn des Jahres! Es ist schon eine tolle Sache, wenn man eine persönliche Einladung zu einem solchen Portal bekommt. Vielen Dank an Jon Moxley dafür 🙂

Ich schaute mir also erst einmal genau an, um was es sich im speziellen bei dieser Seite handelt. Artradio – Kunstradio, auf jeden Fall klingt es spannend. Und als das stellte es sich dann auch heraus. Es handelt sich um ein Portal für alle möglichen Künstler. Man kann alle Arten von Bildern, auch Fotos und Skulpturen ect., Musik, Texte und Videos dort einstellen, wenn man sich einen Künstleraccount zulegt (man kann sich sogar mit dem Facebookaccount dort registrieren, wenn man das möchte). Es gibt einen Livestream, in dem man immer das neueste Eingestellte anschauen und bei Bedarf seinen Gefallen kundtun kann.

Es gibt aber auch den Player, das eigentliche “art radio”. Wenn man den Player laufen lässt, bekommt man eine Slideshow aus allem möglichen Werken geboten, auch Texte oder Musik und Musikvideos, Bilder überwiegen aber derzeit. In dem Player hat man auch direkt Zugriff auf die Profilseite des jeweiligen Künstlers und kann Rückmeldung geben, wenn man das möchte. Lohnt sich auf jeden Fall und ist sehr interessant 🙂 Es ist schon irgendwie cool, wenn die eigenen Sachen dort mit auftauchen 😉

Der artradio Player ist aber nicht zu verwechseln mit dem direkten Radiosender, den es auf der Seite auch noch gibt. Hervorragende Launchmusik wird dort gespielt, ideale Beschallung zum Malen! Die Bildershow in diesem Sender seigt die “Gewinner des Monats”, die mit ihren Werken besonders viel Eindruck hinterlassen haben.

Das Portal ist unter anderem dazu gedacht, dass Künstler unterschiedlicher Richtungen in Kontakt treten können, wenn sie gemeinsame Projekte planen. So können zum Beispiel Autoren nach Illustratoren suchen, Musiker nach Künstlern, die ihnen beim Cover- oder Videodesign helfen und vieles mehr.

Auch bietet das artradio.tv Portal einen Marktplatz, wo jeder Künstler etwas zum verkaufen anbieten kann. Völlig unkompliziert wird so die Möglichkeit zwischen Künstler und Kunstliebhaber geboten, miteinander in Kontakt zu treten und gegebenfalls Käufe abzuschließen.

Und wie kommt man da als Interessierter hin? Ganz einfach. Man kann einen Kunstliebhaberaccount anlegen, dann kann man sich alles anschauen, Gefallen kund tun oder auch nicht, kommentieren und kaufen. Dieser Accout eignet sich auch für Kreative, die erst mal “reinschnuppern” möchten, bevor sie den Account auf Künstler umstellen und eigene Sachen einstellen können.

Der Seitenbetreiber sucht sich regelmäßig eine Arbeit aus, die ihn am meisten berührt und durch Professionalität und Originalität überzeugt. Diese postet er zum Beispiel auf der offiziellen Facebookseite.

Auf auf, meine kreativen Freunde! Mir fallen da auf Anhieb ein paar von Euch ein, für die diese Seite durchaus eine gute Plattform bieten kann. Für alle anderen Interessierten kann ich auf jeden Fall den Kunstliebhaberaccount empfehlen. Wer weiß, vielleicht sieht man sich bald im artradio.tv Player 😉

Mein Profil bei artradio.tv

Frohes Schaffen!

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“The same procedure like every year!”

Es war mal wieder soweit, der Jahreswechsel stand an. Einige unserer Freunde in Deutschland werden sich sicher noch (mehr oder weniger ;)) an die gute alte Tradition im Neuhaus 13 erinnern, Sylvester und Neujahr mit einem völlig dekadentem Abendessen und ordentlich was zu Trinken zu zelebrieren. Diese Tradition lebt natürlich weiter, wenn auch an einem anderen Ort.

Obgleich wir derzeit noch im Hotel wohnen, haben wir alles, was man für eine gelungene Feier braucht. Gute Freunde – unsere lieben neuen Freunde Ziyad und Jayne, einen Esstisch als Buffetplatz, eine Sofaecke mit Couchtisch und eine Küche, wenn auch eine sehr sehr kleine. Und einen Bottleshop genau gegenüber 🙂

Zwei Kochplatten, ein Microwellengrill und ein Kühlschrank sind Voraussetzung genug, um ein lecker Buffet für vier Personen zu zaubern.

Es war ein wirklich gelungener Abend! Bei Feuerwerk haben wir dann getrickst. In Dubai haben sie mal wieder einen Rekord brechen wollen mit dem größten Feuerwerk der Welt, also haben wir uns einfach die Liveübetragung auf Dubai TV angesehen. Was da für ein Geld in die Luft geschossen wurde – einfach unglaublich! Erst hat der große Burj Khalifa, der aktuell größte Turm der Welt, von seinen Außenwänden jede Menge Spektakel in die Luft geschossen, danach hat die gesamte Palmeninsel losgefeuert. Die Lifeübertragung wurde aus der Luft gefilmt, es war ein fantastischer Anblick! Zum Gößenwahnsinn pur selberschauen:

Das obligatorische Neujahrsessen haben wir diesmal außer Haus eingenommen. Wir haben das Jahr stilvoll beim (glutenfreien!) Italiener um die Ecke mit einem “Muscheln und Wein” Special begonnen und genossen. Grüße an die Gourmets unter unseren Freunden, wenn Ihr uns besuchen kommt: das “Muscheln und Wein” Angebot gibt es jeden Mittwoch 😉

Zum nächsten Jahreswechsel werden wir dann wieder eine ordentliche Küche zum Austoben für das Silvesterbuffet haben inclusive ordentlich Platz in einer neuen Wohnung! Vielleicht sitzt dann auch der ein oder andere unserer deutschen Freunde/Familie mit am Tisch? Schön wäre es!

In diesem Sinne (nochmals) ein gesundes und frohes neues Jahr!

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Neues Jahr, neues Glück – neue Inspiration!

Gerade noch geschafft, mein Dezember-Bildprojekt ist auch ein Dezemberprojekt geblieben und hat sich nicht frech bis ins neue Jahr eingeschlichen. Einen Monat lang habe ich an der Acrylcollage gearbeitet. Gemalt, geschnitten, geklebt, gemalt. Es ist soweit, am Morgen des gestrigen und letzten Tages des alten Jahres habe ich “Inspire Each Other” fertig gestellt:

Inspire Each Other

Inspire Each Other

Sich gegenseitig zu inspirieren ist der Grundstein, um zu wachsen. Neue Impulse zu bekommen und zu geben, neue Ideen – und das nicht nur in kreativer Hinsicht. Es geht dabei eher um die persönliche Entwicklung, aber auch darum ganz andere Dinge zu stemmen und in Angriff zu nehmen. Gemeinsam an Projekten arbeiten zum Beispiel, jeder gibt etwas dazu und nimmt etwas für sich mit (wenn er klug ist im Idealfall ;))

Gegenseitige Inspiration führt automatisch dazu, dass neue Dinge entstehen, dass etwas oder jemand wachsen und gedeihen kann, dass sich etwas neues entwickeln kann. Gegenseitige Inspiration lässt uns Neues ausprobieren und die Welt bunter und vielfältiger gestalten. Gegenseitige Inspiration ist wie der Motor hinter unseren Verbindungen und Beziehungen im Leben! Es macht das Leben lebenswert…

In diesem Sinne einen guten Start in das neue Jahr, möge es voller Inspiration sein! Davon mal abgesehen, heute schon jemanden inspiriert? 😉

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Frohe Weihnachten!

Liebe Leserinnen und Leser!

An dieser Stelle wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, wo immer das auch sein möge.  Selbstverständlich habe ich auch (hoffentlich für jeden von Euch) eine passende Weihnachtskarte:

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Das Jahresende ist für gewöhnlich die Zeit, in der man auf die vergangenen Monate zurück blickt und sich alles noch mal vergegenwärtigt, was war. Was man wollte, was man bekam, was vergangen und was gekommen ist. Jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Erwartungen, Träume, Erlebnisse.

Was war mein Jahr 2013?

Zuerst ein unsicherer Start aus dem Krankenhaus heraus. Hoffen und bangen. Neues wagen. Ein großer gesundheitlicher Erfolg, ich bekam ein ganzes Stück Kontrolle über mich und mein Leben zurück. Eine neue Reise in ein neues Land. Aufblühen und zu mir selbst finden, meine eigene Mitte finden. Ein Erwachen. Neue Freunde, neues Gefühl für ein zu Hause. Angekommen sein, obgleich ganz woanders, als ich es je vermutete. Neue Hoffnungen und Träume. Neue Produktivität, Kreativität. Neue Kraft.

Vieles hat sich verändert, verschoben. Es ist eine spannende Zeit in einem spannenden Land. Und ich mitten drin!

Danke an alle, die an diesem Puzzle meines Jahres beteiligt waren! Da ist mein Mann, der mir so vieles möglich macht und immer zu mir steht, egal wie verrückt ich gerade bin oder handle. Da ist die Familie, die mir den Rücken stärkt. Da sind die Freunde, alte und neue, die das Leben so lebenswert machen! Denn was ist ein Leben, wenn man es mit niemandem teilen kann? Danke auch an eine spezielle Ärztin, die es mir möglich gemacht hat, nach so langer Zeit vergeblichen Hilfesuchens meine Gesundheit wieder halbwegs in den Griff zu bekommen. Denn was nützen einem die verrücktesten Träume und Ideen, wenn man zu schwach ist, sie umzusetzen?

Es war ein gutes Jahr! Möge ein weiteres folgen! Die Hoffnung und der Glaube sind jedenfalls stark genug 😉

Für Euch alle einen guten Start ins neue Jahr, mögt auch Ihr manche Eurer Träume leben können! Das erreichen können, was Ihr Euch vorgenommen habt! Niemals die Hoffnung aufgeben, wenn die Zeiten härter werden sollten. Es gibt immer irgendwo irgendeinen Weg. Und sieht er auf den ersten Blick auch noch so merkwürdig aus 😉

Frohes Fest

 

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Über den vielseitigen Nutzen von Bierdeckeln…

Dank der vielen Bierdeckel, die ich netterweise von einem Kellner aus dem Irish Pub bekommen habe, konnte ich während der letzten drei Tage den Mosaikteil meines aktuellen Bildprojektes fertig setzen. Drei Tage je acht Stunden schneiden, legen, kleben…

beermatmosaicEs ist wirklich interessant, wozu die Bierdeckel alles nütze sind. Die armen Dinger werden zu unrecht meist irgnoriert oder schlecht behandelt! Allerdings ist mein Bedarf jetzt auch erst mal wieder gedeckt. Mir ist wieder eingefallen, warum ich so lange keine Mosaike mehr gemacht habe. Für den Fall der Fälle habe ich aber noch anderthalb Großpackungen Bierdeckel übrig. Mal sehen, wann ich die zu was verarbeite 😉

Was den Mosaikteil hier betrifft, die mit Bindex (transparente Acrylmasse zum Kleben von Acrylcollagen) aufgeklebten Teile müssen jetzt erstmal ein bis zwei Tage druchtrocknen, dann wird das Ganze nochmal komplett mit Bindex überzogen und versiegelt. Wenn das dann auch noch trocken ist, kann ich die Mosaiksteinchen bemalen. Freu mich schon drauf. Bis dahin habe ich ja noch die andere Seite des Bildes zum weiter Malen 😉

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Weihnachten erobert Arabien…

…oder zumindest die Emirate. Mittlerweile trifft man überall auf jede Menge kitschige künstliche Weihnachtsbäume, die meist furchtbar überladen geschmückt sind. Ob Restaurants, Shopping Malls oder Kneipen – ein Christmas Special jagt das nächste. Ich weiß nicht genau weshalb das so ist, aber irgendwie irritieren mich diese Anblicke hier in diesem eigentlich islamischem Land sehr. Es wirkt nicht so recht passend für mich. Dennoch trifft man wirklich überall in der Stadt auf der verrücktesten Baumschmuckgebilde. Natürlich hat das auch nicht vor unserem Hotel angehalten.

Pünktlich zum zweiten Advent haben drei philipinische (sehr kleine) Damen zwei Tage lang mit einem riesigen Weihnachtsbaum und jeder Menge pompösem Schmuck in der Lobby gekämpft. Ich muss gestehen, wenn man den Weihnachtsbaum hier im Hotel mit den vielen anderen vergleicht, die ich bisher schon gesehen habe, ist er wirklich noch sehr geschmackvoll gehalten. Zumindest nicht in rosa mit jeder Menge Glitzer. Ohne Mist, Le Royal Meriedien Hintereingang. Der Anblick war so irritierend, das der Fotoreflex nicht gegriffen hat…

Wir haben aber nicht nur einen Weihnachtsbaum in der Lobby. Es bauten einige Männer an einer Holzhütte, die auf den ersten Blick eher wie eine überdimensionierte Hundehütte anmutete. Als die Hütte stand, kam der Koch mit einem großen Servierwagen voller frischgebackener Lebkuchenplatten. Das war vielleicht ein Duft! Absolut Klasse! Zwei Tage lang arbeiteten fleißige Männer daran, die Hütte mit den Lebkuchenplatten einzukleiden. Dann war wieder der Koch an der Reihe. Bewaffnet mit Spritzbeutel und jeder Menge buntem Süßkram verzierte er Stück für Stück das Lebkuchenhaus.

Irgendwie war für mich das Zuschauen und Schnuppern beim Fertigstellen die größere Atraktion als das Resultat 😉 Könnte auch daran liegen, dass sich bei uns die Weihnachtsstimmung hier nicht so recht einstellen will. Stört aber nicht wirklich, dafür haben wir eindeutig das bessere Wetter!

Euch allen einen genussvollen Advent und eine schöne Weihnachtszeit!

avatarK

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